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11. Februar 2012

"Seit 14 Tagen bin ich im Dauereinsatz"

BZ-INTERVIEW mit Christoph Laubis vom Batterie Service.

  1. Christoph Laubis vom Pannendienst. Foto: Eva Weise

  2. Christoph Laubis vom Pannendienst. Foto: Eva Weise

HINTERZARTEN. Sibirische Kälte - da geht es besonders auch den Autos an den Kragen. Autobatterien machen reihenweise schlapp und Christoph Laubis vom Schwarzwälder Batterie Service in Hinterzarten ist pausenlos im Einsatz, um Pannenhilfe zu leisten. Mit dem Geschäftsinhaber sprach BZ-Mitarbeiterin Eva Weise.

BZ: Ihre Bilanz?

Laubis: Unzählige Notfälle und pausenlose Belieferung von Großkunden wie Werkstätten, Speditionen, Busunternehmen aber auch von Privatpersonen.

BZ: Seit wann laufen die Telefone heiß?

Laubis: Gefühlt dauert die Kälte schon seit Wochen an, im Prinzip aber seit dem 30. Januar. Seither klingelt das Telefon pausenlos und ich bin im Dauereinsatz.

BZ: Gab es einen Rekordtag?

Laubis: Ja, vergangenen Montag und Dienstag, als die Kälte einsetzte, war ich täglich 12 Stunden zu jeweils 25 Einsätzen unterwegs.

BZ: Waren Sie auf die Kälte und den Ansturm vorbereitet?

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Laubis: In unserer Branche müssen wir vorbereitet sein und den Wetterbericht täglich verfolgen. Wichtig sind vor allem die langfristigen Prognosen, damit wir im Bedarfsfall die Lagerbestände frühzeitig aufstocken können. Auch diesmal habe ich das Lager rechtzeitig aufgefüllt.

BZ: Dann gibt es keine Engpässe?

Laubis: Nur kurzfristig, da ständige Lieferungen eintreffen. Morgen kommt die nächste, ich habe rechtzeitig bestellt.

BZ: Und wenn die Kälte weiter anhält?

Laubis: Dann könnte es bei einzelnen Modellen zu Engpässen kommen, aber dann kann man immer noch auf ein anderes Modell umsteigen.

BZ: Autobatterien erleben einen Boom?

Laubis: Die Nachfrage ist im Vergleich zu den Vorjahren um etwa 30 Prozent gestiegen, da selten eine Kältewelle über einen so langen Zeitraum herrschte. Schon gar nicht in den vergangenen Winter.

BZ: Machen nur alte Batterien schlapp, oder kann das auch bei neueren Modellen passieren?

Laubis: Es sind überwiegend die älteren Modelle, aber auch neue Batterien können versagen, wenn Qualität und Handhabung nicht stimmen.

BZ: Wie kann man dem vorbeugen?

Laubis: Auf Kurzstrecken nicht alle Verbraucher auf einmal einschalten. Starten belastet die Batterie schon sehr stark. Wer da gleich auch noch Klimaanlage, Heckscheibenheizung, Sitzheizung und weiteres aufdreht, riskiert den Kollaps. Das mindert auf jeden Fall die Entladung jede Langstrecke führt natürlich zu einer besseren Aufladung der Batterie.

BZ: Was raten Sie noch? Die Batterie über Nacht ausbauen?

Laubis: Das wäre zu aufwendig und uneffektiv, aber Parken in einer Garage ist ein Vorteil. Im besten Fall ein gutes Ladegerät mit automatischer Ladeerhaltung ab und an über Nacht anschließen wirkt Wunder.

BZ: Bitten Sie viele Anrufer um Tipps?

Laubis: Ja, jede Menge, aber meistens ist die Batterie dann schon kaputt und das Auto läuft nicht mehr.

BZ: Wenn das Auto stehenbleibt, ist das ärgerlich. Was erleben Sie bei Einsätzen?

Laubis: Vor allem Dankbarkeit und Erleichterung. Die Autofahrer sind froh, wenn es nach dem Austausch der Batterie wieder weitergeht.

Autor: ewe