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18. Januar 2012

SPD erklärt die Schule der Zukunft

MdL und Bildungsexperte Bayer spricht in Titisee.

TITISEE-NEUSTADT (pes). Viele Eltern sind verunsichert: Wie sieht die Schullandschaft der Zukunft aus, worauf müssen sie sich für ihre Kinder einstellen, welche Schule ist die richtige für die Jungen und Mädchen? Auch die Gemeinderäte wissen nicht so recht, was auf ihre Städte und Gemeinden als Schulträger zukommt, welche Möglichkeiten sie haben und wie sie die Vorstellungen umsetzen können. Da geht es um Standorte, Gebäude, Investitionen. Es kann aber auch zur Debatte stehen, Schulen mit mageren Schülerzahlen zu retten. Der SPD-Ortsverein Titisee-Neustadt will Licht in das Dunkel bringen.

Die Genossen versprechen Informationen aus erster Hand für den gesamten Hochschwarzwald. Sie haben dafür den bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Christoph Bayer, eingeladen. Bayer wird am Montag, 30. Januar, von 19.30 Uhr an im Kurhaus Titisee das Thema "Chancen der Schulentwicklung durch die neue Landesregierung" in einem Vortrag beleuchten. Anschließend sollen Eltern, Kommunalpolitiker und sonstige Interessierte ausgedehnt Zeit bekommen, ihre Fragen zu stellen und mit Bayer Einzelheiten zu diskutieren. Moderiert wird der Abend von Roland Weis.

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Rektor Schwab sieht das Angebot für gegeben an

Wie sieht es in Titisee-Neustadt aus, während jetzt Gemeinschaftsschulen in aller Munde sind, wollte die BZ gestern von Peter Schwab wissen. Der Rektor der Hebelschule ist als geschäftsführender Schulleiter mit dem Thema vertraut. Ja, sagt er, natürlich hat man über das Thema gesprochen zwischen den Schulen und mit der Stadtverwaltung mit Fragestellungen wie ist so etwas denkbar, muss man es diskutieren, wie sieht es aus mit Schülerzahlen und Räumlichkeiten?

Derzeit stelle sich die Frage nicht, weil man mit der Umsetzung der Ganztagsgrundschule voraussichtlich im Schuljahr 2012/13 und der Ganztagswerkrealschule im Schuljahr darauf ziemlich zu tun habe, erläutert Schwab. Weiter wird nach seiner Einschätzung ja in Titisee-Neustadt das Angebot schon gemacht, das die Gemeinschaftsschule in 95 Prozent der Fälle in ihren Zügen 1 bis 10 und 5 bis 10 vorsehe: 1 bis 10 umfasst Grundschule, Haupt- und Werkrealschule sowie Realschule, 5 bis 10 dasselbe Programm ohne die Grundschule. Die beiden weiteren Züge sind die Erweiterungen um die gymnasiale Stufe. Schwab weist darauf hin, dass man, wollte man an der Hebelschule eine Gemeinschaftsschule anstreben, eine starke Konkurrenz zur Realschule aufbauen würde, das sei nicht beabsichtigt. Und dessen ungeachtet: Es gebe bisher keine Anfrage von Eltern.

Anders wäre die Lage, meint Schwab, wenn man um den Erhalt der Schule im Ort kämpfen müsste. Dann könnte sich die Gemeinschaftsschule als Lösung anbieten, wie in Lenzkirch oder in Hinterzarten/Breitnau, wobei sich dort gerade zeige, dass, was sich gut anhört, auch Tücken haben kann, nämlich die Voraussetzungen mit den Schülerzahlen. In Titisee-Neustadt stünden die Schulen auch auf längere Sicht nicht vor einem Existenzkampf: Die Realschule platze aus allen Nähten, an der Hebelschule richte man sich auf die Ganztagsbetreuung ein.

Autor: pes