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27. August 2010 18:48 Uhr
Bilanz
Sturm im Hochschwarzwald – kurz, aber heftig
Kurz und heftig war der Sturm, der über den Hochschwarzwald hinweggezogen ist. Schäden hinterließ er überwiegend in Titisee-Neustadt, wo ein Baum auf das Dach einer Gaststätte stürzte.
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Damit vom Sturm gebrochene Äste nicht später noch einen Schaden anrichten, hier in Neustadt, entfernten die Mitarbeiter des Bauhofs sie. Foto: peter stellmach
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Ein Baum beschädigte das Dach der „Sonnenmatte“ in Titisee-Neustadt . Foto: martin ganz
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Äste bedeckten rund 50 Meter der Fahrbahn der L156 zwischen Neustadt und Titisee. Foto: Aqfo
TITISEE-NEUSTADT. "Als wir draußen waren, herrschte absolute Windstille", sagte Titisee-Neustadts Stadtkommandant Gotthard Benitz. Nur etwa zehn Minuten habe der Sturm zuvor gedauert. Mit drei Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften war die Feuerwehr in der Nacht ausgerückt. Drei Straßen waren durch Bäume blockiert worden, die der Sturm umgeworfen hatte. Die Gutachstraße, die Waldauerstraße und die Straße zwischen Neustadt und Titisee (L156, Neubierhäusle) musste wieder frei gemacht werden. Auf der L156 hatte der umgestürzte Baum auch die Leitplanken auf beiden Straßenseiten beschädigt. Die Fahrbahn war auf einer Länge von etwa 50 Metern durch Astwerk und Blätter verschmutzt.
Viel zu tun hatte auch die Polizei in der Nacht: Gegen 1 Uhr wurden gleich mehrere Verkehrsbehinderungen gleichzeitig gemeldet, heißt es im Polizeibericht. Auf der B 31 in Höhe des Alten Schulhauses lag ein Baum über der Fahrbahn, der von einer Polizeistreife zur Seite geräumt wurde. In Höhe des Golfplatzes Titisee lagen auf der Bundesstraße mehrere große Äste auf der Fahrbahn.
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Auf der B 500 bei Breitnau (Fahrenberg) hatte der Sturm ebenfalls einen Baum auf die Fahrbahn geworfen, der bis zum Eintreffen der Feuerwehr von der Polizei abgesichert wurde. Auf dem Thurner hing ein größerer Ast in der Fahrbahn und in der Telefonleitung. Auch dort war eine Absicherung bis zum Eintreffen der Feuerwehr notwendig. Bei der sogenannten Reichle-Kurve (Gewerbegebiet Titisee) blockierten ebenfalls größere Äste die Fahrbahn, berichtet die Polizei. Durch einen umgestürzten Baum wurde das Dach des Gasthauses Sonnenmatte beschädigt. Im gesamten Stadtgebiet Neustadt mussten umgefallene Schilder, Sonnenschirme und Mülleimer zur Seite geräumt werden. Größere Müllmengen lagen auf der Straße. Drei mächtige Tannen hat der Sturm beim Ganterhof am Oberaltenweg auf die Weide geworfen und eine Sitzbank angehoben. In Siedelbach sei ein privater Weg unterspült worden, wusste Stadtkommandant Benitz.
Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes waren am Freitag unterwegs, um Gefahrenstellen zu beseitigen, sagte Bauhofleiter Marcel Falke. Vor allem mussten die Stadtarbeiter Äste absägen. Andere vom Sturm hinterlassene Spuren, sollen am Montag beseitigt werden, sagte Falke.
Nur vereinzelt gab es in Eisenbach abgebrochene Äste, hatte Bauhofleiter Volker Rapp bei einer Routine-Kontrollfahrt durch die Gemeinde festgestellt. Weitgehend ruhig war es auch in Friedenweiler geblieben – die Feuerwehr musste nicht ausrücken. Nur kleine Ausspülungen an Wegen hatte der stellvertretende Bauhofleiter der Gemeinde Feldberg bei seiner Kontrollfahrt entdeckt. Diese wurden gleich beseitigt.
Nur einige umgewehte Schilder waren in Hinterzarten entdeckt worden, in Lenzkirch, Löffingen, Schluchsee mussten die Bauhöfe keine Schäden beseitigen, auch wenn es "schon schwer gerumpelt hat", wie Breitnaus Hauptamtsleiter Andreas Müller erfahren hatte. Die Feuerwehr Hinterzarten war mit 16 Mann und drei Fahrzeugen unterwegs, um Bäume zu beseitigen, meldete die Polizei.
Die vielen Äste und Bäume, blockierten zwar Straßen, das Stromnetz im Hochschwarzwald wurde aber nicht in Mitleidenschaft gezogen, sagte Energiedienst-Pressesprecher Alexander Lennemann.
- Deutschland: Überschwemmungen in NRW – Unwetter im Südwesten
Autor: Sebastian Barthmes


