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21. Dezember 2010

Tosender Beifall im Münster

Solisten und Männerchor Hochfirst begeistern mit einer musikalischen Bergweihnacht.

  1. Gefeierte Solisten: Alfred Bucherer und Stefanie Lickert Foto: Liane Schilling

  2. Der Männerchor Hochfirst, für das Projekt Bergweihnacht durch 24 Gastsänger verstärkt und von zwei Flügelhornisten begleitet, stimmte im Neustädter Münster auf Weihnachten ein. Foto: Liane Schilling

TITISEE-NEUSTADT. Die ganz besondere Stimmung der weihnachtlichen Bergwelt, aber auch die Sehnsucht nach Frieden und Wärme vermittelten die Sänger und Musiker unter der Leitung von Robert Mayr mit der Bergweihnacht 2010 sehr gekonnt am Sonntag im voll besetzten Münster St. Jakobus in Neustadt.

Das abwechslungsreiche, stimmungsvolle Programm, in ganz unterschiedlichen Formationen präsentiert, bot die traditionellen, beliebten Lieder, welche auch auf den CD’s des Chors enthalten sind, aber auch neue, sehr anspruchsvolle Literatur. So war "Panis Angelicus" von Cesa Frank, arrangiert von Robert Mayr, neu im Programm. Alfred Bucherer und Stefanie Lickert bereicherten diesen Vortrag mit ihrem Solo. Brilliante Sologesänge wurden auch im "Ave Maria der Berge", dem "Ave Glöckchen" (jeweils Bucherer und Lickert) sowie im ergreifenden "Mamatschi" (Alfred Bucherer) und dem rhythmischen Lied "der kleine Trommler" (Hans-Peter Lais) geboten. Zu den neu einstudierten Melodien gehörte "Weihnachten ist am schönsten nur daheim", von Chor, Orgel und Zither gespielt, und "Gloria in excelsis deo", bei welchem die Bläser den Chor begleiteten. Chor, Zither, Bläser und Orgel gemeinsam boten sehr inbrünstig und harmonisch das ebenfalls neu ins Programm genommene "Kommt lasset uns anbeten" dar. Auf einen Liedblock, der das Geschehen in Bethlehem vom Erwachen der Hirten über die Herbergssuche bis zur Geburt des Christkinds schildert, folgten sanfte Wiegen- und Schlaflieder, nicht nur für das Kind in Bethlehem ein Ohrenschmaus. Mit dem "Andachtsjodler" wurden die Konzertbesucher zum Mitsingen eingestimmt, was dann bei den bekannten Weihnachtsliedern "stille Nacht" und "O du fröhliche" begeistert fortgesetzt wurde. Mit tosendem, stehend gewährten Applaus brachten die Konzertbesucher ihre Begeisterung zum Ausdruck und forderten zwei Zugaben, die mit "A Weihnacht wies früher war" und der "Hymne an die Nacht" von Ludwig van Beethoven, gewährt wurden.

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Fast 70 Akteure waren an der Aufführung beteiligt. Statt Eintrittsgeld wurde um Spenden gebeten, welche der Pfarrgemeinde zugute kommen. Pfarrer Hermann erklärte, dass ein Teil für die Münstersanierung, ein Teil aber auch für einen wohltätigen Zweck verwendet werden soll. Aus den drei Aufführungen des vergangenen Jahres waren 3700 Euro erlöst worden, welche den jeweiligen Pfarrgemeinden für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt worden waren, so Rüdiger Schwarz. Eine weitere Aufführung der Bergweihnacht ist am Mittwoch, 22. Dezember, um 19.30 Uhr in der Kirche St. Michael in Löffingen.

Autor: Liane Schilling