Trauer um Franz Götz

Eva Korinth

Von Eva Korinth

Di, 11. September 2018

Titisee-Neustadt

Die Stadt verliert einen ihrer engagiertesten Bürger.

TITISEE-NEUSTADT. Franz Götz ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein Augenmerk galt der Familie sowie seiner Stadt Titisee-Neustadt und ihren Vereinen. So hat er sich den Großteil seines Lebens über ehrenamtlich eingesetzt.

Geboren am 31. Juli 1935 in Freiburg, wuchs er auf der Allmend auf, wo seine Eltern Berta und Karl Götz seit 1920 eine Gärtnerei betrieben. Er führte die Familientradition fort und machte in Staufen seine dreijährige Gärtnerlehre, wo er in Gärtnerei, Floristik, Grabpflege, Garten- und Landschaftsbau vielseitig ausgebildet wurde. Gleichzeitig bekam er in der väterlichen Gärtnerei Verantwortung übertragen und schon mit 26 Jahren übernahm er den Handwerksbetrieb. Er legte zusätzlich die Baumwart- und Meisterprüfung ab. Im selben Jahr heiratete er seine Frau Carola; das Paar bekam zwei Töchter und einen Sohn. Franz Götz steckte viel Herzblut, Energie und Arbeit in die Modernisierung der Gärtnerei, baute das Blumenhaus, eine Verkaufs- und Produktionsanlage und vergrößerte das fachliche Angebot sowie den Maschinen- und Fuhrpark. 2005 übergab er den Betrieb an seinen Sohn, übernahm aber gern Botendienste, stellte Blumen zu und war für die Bewässerung zuständig.

Als Rentner konnte er seinem Hobby der Vogelzucht von "Unzertrennlichen" und Sittichen sowie der Aquaristik nachgehen. Gemeinsam mit seiner Frau verreiste er gerne. Mit ihr zusammen kochte er auch täglich für die Familie.

Franz Götz engagierte sich über Jahrzehnte für Stadt Titisee-Neustadt und die Pfarrgemeinde St. Jakobus. 19 Jahre lang war er als Stadtrat für die CDU und mehr als 30 Jahre im Pfarrgemeinde- und im Stiftungsrat für das Allgemeinwohl tätig. Lange gehörte er dem Elternbeirat der Realschule an. Sein bürgerschaftliches Engagement endete nicht mit der aktiven Zeit, immer wieder erhob er die Stimme.

Groß war sein Engagement in der Narrenzunft, der Rotkreuz-Ortsgruppe, dem Schwarzwaldverein und bei den Hobbyköchen. In der Zunft war er eine tragende Säule für die Fasnet und das Brauchtum, so war er einer der ersten Gägs, war Narrenrat und erhielt den Titel Ehrennarrenrat verliehen. Beim DRK führte er mehr als 40 Jahre lang die Kasse.