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17. August 2010

Wadenqual wirbt für Tourismus

Mountainbike Transschwarzwald durchfährt am Samstag alle zehn Gemeinden / Spektakuläre Schlussetappe mit Ziel Feldberg.

  1. Matthias Bettinger (rechts, im Ziel in Bad Wildbad) will auch am Feldberg mit vorne sein. Foto: küstenbrück

HOCHSCHWARZWALD. Sportlich ehrgeizige junge Gäste für den Hochschwarzwald zu gewinnen, ist ein ständiges Bemühen der Tourismusverantwortlichen. Im Winter ist der Feldberg zu einer festen Größe geworden, im Sommer soll der Mountainbikesport den Türöffner spielen. Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH ist deshalb eine Partnerschaft mit Sauser Sport & Management GmbH in Donaueschingen eingegangen und hat das einzige mehrtägige Mountainbike-Rennen Deutschlands, den Mountainbike Transschwarzwald, in den Hochschwarzwald geholt. Die Schlussetappe führt am Samstag, 21. August, auf den Seebuck.

Die Weichen für die zunächst auf drei Jahre angelegte Partnerschaft sind am Feldberg gestellt worden. Die kleine Gemeinde war schon beim Grand Prix Schwarzwald und zweimal bei der Deutschland-Tour ein Etappenort sowie bei den bisher zwölf Black Forest Ultra Bike Marathons dabei.

Weil der Straßenradrennsport nach den Dopingerkenntnissen am Boden liegt, setzt man nun auf den Mountainbikesport, erklärt Bürgermeister Stefan Wirbser, der selbst beim Transschwarzwald mitgefahren ist und dieses Jahr wieder dabei ist. Das Einzige, was diesem Etappenrennen bislang fehlte, war der Hochschwarzwald. Weil die bisherigen Verträge ausliefen, wurden 2009 im Etappenort Schonach die neuen Verträge des Veranstalters unterzeichnet. "Das wird eine super Partnerschaft", ist sich Sauser sicher. Der Schlusstag soll zu einem Mountainbikefest werden, freut sich HTG-Produktmanager Norbert Göppert.

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"Mit der Bergankunft auf dem Feldberg haben wir bewusst einen neuen Reiz für die rund 500 Fahrer gesetzt", erklärt Sauser, der mit seinem Bruder Kai das mehrtägige Radrennen über Stock und Stein zum fünften Male ausrichtet. Die anspruchsvolle Schinderei durch Täler und über die Berge im Schwarzwald hat am Sonntag in Sasbachwalden begonnen und endet am Samstag nach 540 Kilometern und 15 000 Höhenmetern an der Feldbergbahn. Die Teilnehmer bewältigen täglich Etappen von der Länge einer Bike-Marathonstrecke. Als das Etappenrennen für geländegängige Radler 2006 erstmals startete, war es für Zweier-Mannschaften ausgelegt, nur ein Drittel waren Solisten. Heute gehen nur noch 40 Prozent der Starter im Team auf die Strecke.

"Da bleibt auch Geld in der Region hängen."

Aus touristischer Sicht sei die Veranstaltung sicher auch für die Ferienregion interessant, sagt Sauser. Knapp ein Drittel der Teilnehmer kommen aus dem Ausland. Neben Belgiern, Holländern und Luxemburgern gehen Schweizer und erstmals auch Fahrer aus Portugal und aus Russland an den Start. Ein Tross von rund 1000 Personen ziehe eine Woche lang durch den Schwarzwald, "da bleibt auch Geld in der Region hängen", sagt Sauser.

Mit dem dreijährigen Vertrag wolle die HTG den Sommersport im Hochschwarzwald fördern und zur Imagebildung der Ferienregion beitragen, betont Göppert, der den Hochschwarzwald als eine tolle Bike-Region vermarkten möchte. Dem pflichtet Wirbser bei. Der Schwarzwald sei mit seiner Topografie ein ideales Gebiet mit optimalen Bedingungen.Die Mountainbikestrecken seien bestens ausgeschildert, und jeder könne ohne Kartenstudium unterwegs sein Ziel finden.

Die Streckenführung für die Schlussetappe hat Wirbser ausgetüftelt. Sie ist mit den Waldbesitzern und den Behörden abgestimmt. Auf 89,5 Kilometern weist sie 2043 Höhenmeter auf. "Das wird eine Schlussetappe, die alles fordert", sagt Sauser. Die Strecke führt durch alle Hochschwarzwaldgemeinden. Vom Start in Grafenhausen geht es über Schluchsee und Lenzkirch nach Friedenweiler und weiter nach Rötenbach, nach Oberbränd und über Eisenbach weiter nach Waldau, über St. Märgen, Breitnau und Hinterzarten ins Seebachtal, dann von Bärental den Walter-Wochner-Steg hoch nach Neuglashütten und am Caritashaus vorbei zur Menzenschwander Hütte, bevor als letzte Herausforderung an die belasteten Waden die Radler vor der Skibrücke stehen, die zum Zeiger-Lift und über die Parkplätze unter der Feldbergbahn hindurch zum Eventcenter führt. Dort wird das Ende der einwöchigen Plagerei dann mit einem Fest gefeiert. Auf die Besucher warten eine Bike Expo, E-Bike-Testfahrten sowie Bewirtung. Von 12 Uhr sorgt die Band "Wildwexel" für Unterhaltung. Die Gesamtsiegerehrung um 17 Uhr mündet in die Gipfelparty.

WO fahren sie denn?

Wer sich für das Rennen interessiert und die Durchfahrt der Fahrer verfolgen möchte, findet in der Marschtabelle des Veranstalters einen Anhaltspunkt dafür, wann er wo sein muss. In Lenzkirch wird die Spitze des Trosses zwischen 10 und 10.30 Uhr erwartet (ungefähre Angaben, ohne Gewähr). Für Rötenbach ist die Spanne bis 10.45 Uhr reserviert, Eisenbach 11 Uhr, Hochberg 11.15 Uhr, Jostal/Thurner 11.30 Uhr, 11.50 Uhr, Hinterzarten gegen 12 Uhr, Bärental 12.30 Uhr, Neuglashütten Skilift 12. 40 Uhr, Feldberg-Caritashaus 12.50 Uhr, Ziel Feldberg Event--Center 12.55 Uhr.  

Autor: bz

Autor: Ralf Morys