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19. Dezember 2011
Wehr war 34-mal gefordert
Sturm Joachim sorgt für umgestürzte Bäume und einen unfreiwilligen Stopp der Höllentalbahn.
TITISEE-NEUSTADT. Als am Freitag das Orkantief "Joachim" über den Hochschwarzwald hinwegzog, verlief der Sturm glücklicherweise nicht so schwer wie angekündigt. Dennoch mussten die Hochschwarzwälder Feuerwehren zu insgesamt 34 Einsätzen ausrücken. Koordiniert wurden die Einsätze durch die Führungsgruppe der Feuerwehren aus dem Feuerwehrhaus in Neustadt.
Für die Feuerwehr begann "Joachim" bereits am Freitagmorgen um eine Minute nach 6 Uhr. Bereits zu dieser Zeit musste die Feuerwehr Friedenweiler-Rötenbach zu einem umgestürzten Baum auf der B 31 ausrücken. Bis auf die schwierigen Verkehrsverhältnisse durch Schnee- und Eisglätte war es zu dieser Zeit ansonsten wetterbedingt noch ruhig. Die Feuerwehren im Hochschwarzwald befanden sich sprichwörtlich in einer "Ruhe vor dem Sturm".Erst am Nachmittag, als der Wind immer stärker wurde, kam es zu weiteren Einsätzen. Ab 14.40 Uhr mussten sich die Feuerwehren vermehrt mit umgestürzten Bäumen beschäftigen. Als die Notrufmeldungen bei der Integrierten Leitstelle (ILS) in Freiburg weiter zunahmen, wurde zur Unterstützung die Führungsgruppe Hochschwarzwald alarmiert. Diese besteht aus mehreren Einsatzkräften aus dem Hochschwarzwald und übernimmt im Unwetterfall die Koordination der Einsätze für den Einsatzbereich des Hochschwarzwaldes, um die ILS zu entlasten.
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Insgesamt bilanzierte die Führungsgruppe 34 unwetterbedingte Einsätze im Einsatzbereich der Feuerwehren des Hochschwarzwaldes. Eingesetzt waren die Feuerwehren aus Feldberg, Friedenweiler-Rötenbach, Hinterzarten, Lenzkirch mit allen Abteilungen, Löffingen, Reiselfingen, Seppenhofen, Schluchsee, St. Märgen, Titisee-Neustadt, Waldau und Langenordnach.
Neben den klassischen Sturmeinsätzen zur Beseitigung von umgestürzten Bäumen waren auch mehrere Einsätze wegen überfluteter Kellerräume, insbesondere in der Gemeinde Lenzkirch zu leisten. Ebenso mussten vorübergehend Straßen, so auch die B 315 zwischen Seesteige und Abzweigung nach Altglashütten, gesperrt werden. Zeitweise waren die Windböen zu stark, und damit die Gefahr für die Einsatzkräfte zu hoch. Nachdem sich die Situation beruhigt hatte, wurden die gesperrten Strecken wieder freigegeben. Trotzdem kontrollierten Feuerwehrleute die besagten Strecken, nachdem der Sturm abgeflaut war.
Am Abend dann war dann fast zum Abschluss der Sturmeinsätze auch die Höllentalbahn in Titisee betroffen. Ein Baum stürzte in die Oberleitung und stoppte einen Zug. Die Feuerwehr musste daraufhin den Bereich ausleuchten, um einen sicheren Umstieg der rund 50 Passagiere in einen Bus zu ermöglichen. Verletzt wurde niemand. Im Anschluss wurde der Baum mit Hilfe der Drehleiter beseitigt.Die letzten Einsätze der Feuerwehren waren gegen 23.30 Uhr beendet.Zudem es gab umgestürzte Bäume. Kurzfristig musste die B 315 im Bereich Rotkreuz voll gesperrt werden.
Wasser in Massen brachte Sturm Joachim am Freitag nach Lenzkirch. Die Lenzkircher Wehr musste mit allen Abteilungen zu mehreren überfluteten Kellern und Tiefgaragen ausrücken. In die Schloss-Urach-Straße ergoss sich Wasser aus dem Berg. Um Überflutungen in die Keller der Anlieger zu verhüten, leitete die Feuerwehr die Wasserströme um.
Autor: Markus Straub
