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26. Mai 2017

Wieder schlechte Stimmung am Eisweiher

IG sieht Schwachstellen und Gefahren und fühlt sich uninformiert.

TITISEE-NEUSTADT. "Da herrscht Schweigen seit einer Woche", beklagte Raimund Thimm im Auftrag der IG Eisweiher gegenüber dem Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik. "Wir haben immer noch nichts gehört, ob nächste Woche die Stege gebaut werden", begann er. War doch in der Gemeinderatssitzung – zum Erstaunen der IG – verkündet worden, sie würde am 29. Mai die Podeste bauen. Auf Nachfrage sei versprochen worden, die IG zu informieren, ob der Termin stehe. Stadtbaumeister Christoph Meßmer antwortete, sein Bauleiter habe ihn informiert, dass er in Kontakt mit der IG stehe.

Thimm bemängelte anhaltend schlechte Kommunikation mit dem Stadtbauamt. Entgegen der Absprache habe die IG keine Besprechungsprotokolle mehr erhalten. Bürgermeister Armin Hinterseh erwiderte: "Darum kümmern wir uns." Thimm fuhr fort, vom 2. bis 8. Mai sollte die Wasserfallpumpe eingebaut werden, aber: "Wir haben nie mehr etwas davon gehört. Wir sind sehr unzufrieden."

Wassertiefe am Kinderstrand 50 Zentimeter

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Die IG habe bei mehreren Begehungen daraufhin hingewiesen, dass die Wassertiefe auf der Seite der Insel, auf der die Mauer eingebrochen war, mit zehn bis 15 Zentimetern zu flach sei. Außerdem werde von der Strömung Laub angetragen. "Zum Teil ist auf der Seite der Lehm sichtbar", sagte Thimm, der Baufirma zufolge sei es kein Baumangel. Noch könne die Wassertiefe geändert werden. Stadträtin Helga Bombardi merkte an, wenn der Wasserstand zu niedrig sei, müsse das Laub herausgeholt werden. Meßmer antwortete, der Lehmboden habe die richtige Höhe. Das Laub sei im Herbst dort gelandet, und der Bauhof hole es von Hand heraus. Bombardi fand, das ändere nichts daran, dass der Lehmgrund hoch und der Wasserstand niedrig sei. Hinterseh sagte, er wolle das geklärt haben, denn da sei Ärger in den nächsten Jahren programmiert.

Auf einen weiteren Missstand wies Thimm hin, es geht um den Sandstrand, der angelegt wurde, damit Kinder am flachen Wasser spielen können. Jedoch betrage die Wassertiefe teils 50 Zentimeter. Es sollte unbedingt eine Lastwagenladung Kies hineingeschüttet werden, empfahl Thimm. Wenn ein Kleinkind da spiele und ins Wasser falle, tauche es unter.

Der Sandweg, der von der Goethestraße kommend auf der Südseite des Eisweihers verläuft, sei mehrfach besprochen worden, sagte Thimm und monierte, dass der Weg erkennbar ein Quergefälle aufweist, was das Begehen mit Rollatoren erschwere. Die einfachste Lösung wäre, mit der Baggerschaufel das Profil einmal querzuziehen und zu begradigen, damit dort "normal gelaufen werden kann". Aber: "Es wird nichts getan", sagte Thimm. Über den Humus wolle er gar nicht reden, ersichtlich wachse darauf nichts.

"Sie wollten sich um neue Bänke kümmern", sprach er den Bürgermeister an, "und darum kümmern, Spender zu finden." Er habe seine Aufgabe erledigt, bei den Banken nachzufragen, erwiderte Hinterseh, er habe zwei Spender gefunden, die das Holz für die Stege bezuschussen. Den Rest bezahle die Stadt. "Die Bänke kommen nicht?", blieb Thimm hartnäckig. Meßmer erklärte, im Moment würden die alten Bänke aufgestellt, sie könnten nach und nach ersetzt werden. Thimm erwiderte, es sei enttäuschend, dass der Eisweiher für mehrere hunderttausend Euro neu gestaltet werde, aber kein Geld für neue Bänke da sei.

Autor: Eva Korinth