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31. Juli 2010

ZUR PERSON

  1. Franz Götz Foto: Eva Korinth

  2. IngeborgWilbert Foto: Eva Korinth

  3. Tobias Daubner Foto: privat

Auf allen Ebenen stets engagiert

Franz Götz in Neustadt begeht heute, Samstag, seinen 75. Geburtstag. Zur Welt kam er am 31. Juli 1935 in Freiburg. Seine Eltern, Berta und Karl Götz hatten 1920 die Gärtnerei Götz auf der Allmend gegründet. Dort wuchs Franz Götz auf, besuchte die Volksschule, die höhere Handelsschule und machte eine dreijährige Gärtnerlehre. Diese durchlief er in einem großen Betrieb in Staufen, in dem er vielfältig ausgebildet wurde in Gärtnerei, Floristik, Grabpflege, Garten- und Landschaftsbau. "Da habe ich mein berufliches Fundament erhalten", sagt Götz, "da habe ich sehr viel gelernt." Noch als Lehrling übernahm er im väterlichen Betrieb Verantwortung. 1961 übernahm er die Gärtnerei und machte auch seine Meisterprüfung, die Baumwartprüfung und heiratete seine Carola, die er bei Veranstaltungen der Kolpinger kennengelernt hatte. Ein Jahr später kam die erste Tochter zur Welt, es folgten ein Sohn und eine Tochter. Götz modernisierte über die Jahrzehnte hinweg den Betrieb, baute sie weiter aus zu einer großzügigen Verkaufsanlage mit ausreichender Produktionsanlage und Maschinen-Fuhrpark. Seine Frau Carola stand ihm stets zur Seite und packte mit an. 2005 übergab er den Betrieb an die dritte Götz-Generation, an Sohn Clemens. Für seine Stadt engagierte sich Götz über 30 Jahre hinweg im Pfarrgemeinderat und im Stiftungsrat. 19 Jahre lang war er Stadtrat. Tätig war er noch im Elternbeirat der Realschule. Im Winter war er bei der Narrenzunft Neustzadt aktiv, von 1964 bis 1984 im Narrenrat. 50 Jahre lang führte er die Kasse der Ortsvereins Titisee-Neustadt des Roten Kreuzes. Seit 45 Jahren ist er bei den Neustädter Hobbyköchen.

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"Ich mache Botendienste für die Gärtnerei", erklärt er, "meist sind es Zustellungen mit Blumenlieferungen für Fleurop, für Hotels oder für Beerdigungen, aber auch das Wässern ist meine Spezialaufgabe." Mittags kochen er und seine Frau für die Familie seines Sohnes mit. "Unzertrennliche" und Sittiche kann er jetzt züchten, ein Hobby das er früher schon mal hatte. Und er ist begeisterter Aquarianer. Gerne ist er mit seiner Frau auf Reisen unterwegs. Seinen Geburtstag feiert er mit Freunden, Verwandten, allen Familienangehörigen samt drei Enkeln am Sonntag. Götz wünscht sich, dass ihm seine Gesundheitszustand noch lange erhalten bleibt und die Familie noch lange beieinander bleiben kann.

Traumjob im Realschulsekretariat

Ingeborg Wilbert in Neustadt wird heute, Samstag, 70 Jahre alt. Geboren wurde sie als Ingeborg Söldner am 31. Juli 1940 in Beinhöfen im damaligen Sudetenland (jetzt Tschechien). 1945 wurde ihre Familie vertrieben, es ging nach Baden-Württemberg, der Heimat ihrer Eltern. Ingeborg Wilbert wuchs in Cappel bei Öhringen im Hohenloischen auf. 1957 fand ihr Vater, der Zollbeamte war, Arbeit an der luxemburgischen Grenze. Die Familie zog nach Trier. Hier führte sie ihre begonnene kaufmännische Lehre fort. Sie begann 1957 als Sekretärin in einem großen Textilbetrieb in Trier zu arbeiten. Dort lernte sie ihren Hans kennen, einen gebürtigen Neustädter. "Wir haben lange gebraucht bis wir heirateten", blickt sie zurück. 1966 wurde in Trier standesamtlich und im Neustädter St. Jakobus-Münster kirchlich geheiratet. 1967 zogen sie nach Neustadt an die Fullbergstraße. Dort hatte Hans zusammen mit seiner Mutter ein Haus gebaut. Sie suchte sich eine Stelle in Neustadt und wurde Sekretärin von Landrat Alfred Mallebrein. 1972 kam die Tochter zur Welt, und sie hörte auf zu arbeiten und war 13 Jahre fast ausschließlich Mutter. Um nicht ganz aus dem Beruf herauszukommen, half sie immer wieder mal aus: in den Hans-Thoma-Schulen, im Schreibzimmer der Chirurgie des Krankenhauses, im Rathaus. Als 1984 die Realschule eine Schulsekretärin besuchte, bewarb sie sich. "Ich habe da meinen Traumjob gefunden", sagt die Jubilarin. Drei Direktoren erlebte sie bis zum Ruhestand 2002. Von 2002 bis 2009, bis sie ein schwerer gesundheitlicher Schlag aus heiterem Himmel traf, war sie in der Hausaufgabenhilfe tätig. Ein Vierteljahr lang musste sie im Krankenhaus mehrere Operationen und eine Reha durchlaufen. Gerne ist sie in ihrem Garten am Werkeln, liebt es, wenn es bunt blüht. Ihr Hans darf den Rasen mähen. Zu ihren Leidenschaften gehören das Lösen von Rätseln, Sudokus und Ken Ken oder auch Spiele am PC und Lesen. "Ich bin ein Zahlenmensch", erklärt sie. Immer noch führt sie die Kasse des Kneippvereins. Fit hält sie sich in der Koronarsportgruppe des TV Neustadt, mit Kegeln und mit Singen, beides mit dem Kneippverein. Mit ihrem Mann macht sie gerne kleinere Ausflugsfahrten, einmal im Jahr geht es nach Trier.

Daubner darf fliegen

Tobias Daubner aus Langenordnach ist der Gewinner einer nicht alltäglichen Aktion der Pizzeria Pescatore in Neustadt. Deren Betreiber Emir Syla wollte nicht länger zuschauen, wie die Gäste ihre Treue-Stempelkarten wegwarfen. Also berief er für 24. Juli eine Verlosung unter allen vorhandenen Stempelkarten ein. Der Preis: Eine Woche für zwei Personen mit Flug und Quartier im Wert von 650 Euro. Gönner dieser Verlosungsaktion waren die Firmen AVA Computer, Autohaus Kollinger, Stuckateur Fleute & Schettke, Thomas Maier, Kanzlei Mohr & Stritt und die Volksbank Freiburg. Wohin Daubner nun fliegt? "Er darf aussuchen", sagt Syla.

Lob auf Borrmann

Jochen Borrmann ist vom Gemeinderat als Kommandant der Feuerwehrabteilung Rudenberg bestätigt worden, ebenso Markus Löffler als sein Stellvertreter. Beide waren im April einstimmig gewählt worden. Bürgermeister Armin Hinterseh nutzte die öffentliche Gemeinderatssitzung, um Borrmann zu würdigen. Der Hauptbrandmeisters gehört seit 1969 der Feuerwehr an und steht seit 1975 an der Spitze der Abteilung. Von 1975 bis 2000 war er auch stellvertretender Gesamtkommandant und während dieser Zeit nach Hintersehs Worten maßgeblich an der Gestaltung der Gesamtfeuerwehr beteiligt. Borrmann hat eine Reihe von Ausbildungen durchlaufen: Gruppen- und Zugführer, Kommandant, Sprechfunker, Maschinist, Grund- und Truppführerausbilder sowie Schiedsrichter für Leistungsübungen und Geschicklichkeitsfahren. An Auszeichnungen wurden ihm Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold zuteil, außerdem das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes in Silber und das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber; Letzteres ist für 2010 in Gold beantragt. Borrmann hat seit Gründung der Gesamtfeuerwehr sämtliche Einsätze der Abteilung bestritten.

Autor: Eva Korinth