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11. März 2009

Streik in der Wehrawald-Klinik wird ausgeweitet

Ab Dienstag keine Aufnahmen

  1. Ein Transparent im Foyer weist auf die Proteste der Ärzte hin. Foto: BZ

TODTMOOS. "Unsere Proteste haben bisher überhaupt keine Wirkung gezeigt", so fällt die nüchterne Bilanz von Uta Rudiger, Ärztin an der Todtmooser Reha-Klinik Wehrawald. Die Ärzte hatten in der vergangenen Woche am Mittwoch und am Freitag gestreikt, die Patienten mussten zum Teil tagelang auf ihre Aufnahmeuntersuchung, die die Grundlage für die weitere Behandlung ist, warten. Von Seiten des Trägers der Klinik, der Rentenversicherung Bund, sei jedoch keinerlei Reaktion gekommen.

Deshalb wollen die Ärzte der Klinik Wehrawald nun ihren Protest verschärfen. In der kommenden Woche werden sie von Dienstag bis zum Ende der Woche in den Ausstand treten. Für die Patienten heiße das, dass ihnen zwar ein Zimmer zugewiesen werde und auch die Verpflegung sei gesichert, erklärt Rudiger. Dringend nötige medizinische Behandlungen würden von einem Bereitschaftsdienst übernommen, Reha-Maßnahmen allerdings müssten weitgehend entfallen, da keine Aufnahme-Untersuchung gemacht würden. Sie selber plädiere dafür, die Patienten im Vorfeld über die Lage in der Klink zu informieren, von Seiten der Rentenversicherung Bund sei das aber offensichtlich nicht gewollt. "Das ist nicht okay", findet Rudiger. "Den Patienten wurde eine vollwertige Reha bewilligt, und was sie dann bei uns bekommen, ist bei weitem keine vollwertige Reha." Deshalb hat sie in der vergangenen Woche ihren Patienten freigestellt, den Aufenthalt in Todtmoos abzubrechen und eine neue Kur zu beantragen. Ob eine ähnliche Empfehlung in der kommenden Woche auch gegeben werde, liege in den Händen der Klinikleitung.

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Autor: Katja Mielcarek