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09. Februar 2012

Wehratal im Eis – schön gefährlich

Schön und gefährlich ist das Eis auf der Strecke nach Wehr.

  1. Sogenannte Eislinsen behindern den Verkehr im Wehratal. Täglich kontrollieren Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Segeten die Stellen und sorgen mit Eispickeln für eine freie Fahrt. Foto: Hans-Dieter Folles

TODTMOOS. Der anhaltende Frost in den letzten Tagen sorgt im wildromantischen Wehratal für zahlreiche skurrile Eisskulpturen am und im Wasserlauf der Wehra und am Straßenrand.

Wer die Auswirkungen der Eiseskälte auf Wasser genauer studieren will, ist derzeit im Wehratal genau richtig. An den Felsen und Felsüberhängen dort haben sich teils über drei Meter lange "Eisvorhänge" gebildet und das aus den Felsklüften und Felsrissen austretende Wasser ist zu Eis erstarrt und erinnert mit seiner Form und Struktur an Gebilde einer Tropfsteinhöhle.

Die Seitenbächle und Rinnsaale, die ansonsten der Wehra munter und lebendig zufließen, sind zu Eiskaskaden erstarrt. So schön die Eis-Erscheinungen für die Vorbeifahrenden sind, so sehr müssen sie an einigen Stellen höllisch aufpassen. Denn an einigen Böschungen gibt es sogenannte Eislinsen, die dort aufgrund von Hang- und Schichtwasser entstehen. Nach Auskunft eines Sprechers des Landratsamtes Waldshut handelt es sich um drei größer und drei etwas kleinere Stellen. Dies sei aber nicht zu verhindern, da sich das Wasser seinen Weg durch den Hang suche. Täglich, so der Sprecher, würden Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Segeten die Stellen kontrollieren und sie bei Bedarf mit Eispickeln entfernen. Dort ist also besondere und erhöhte Aufmerksamkeit von den Verkehrsteilteilnehmern gefordert, um die Fahrt mit dem Auto nicht in einer Schlitterpartie enden zu lassen.

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Autor: Hans-Dieter Folles