Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
17. Januar 2010 18:47 Uhr
150 Jahre Narrenzunft Todtnau
Alle Welt huldigt Prinz Karneval
Etwas Außergewöhnliches zum 150. Geburtstag der Todtnauer Narrenzunft war das Narrenspiel. Die ganze Welt huldigte dabei Prinz Karneval.
-
Rund um die Welt führte das Narrenspiel beim 150. Jubiläum der Todtnauer Narrenzunft. Foto: Karin Maier
-
Prinz Karneval Jürgen von Wehrles nimmt die Huldigungen der Völker entgegen. Foto: Karin Maier
-
Auch die Ranzengarde hielt Einzug. Foto: Karin Maier
-
Und sie schoss das Fasnetfreudenfeuer an. Foto: Karin Maier
-
Jonglage des Volks der Chinesen (Brandbachzinken). Foto: Karin Maier
-
Kochend heiß wurde es dem Landvogt (Bürgermeister Andreas Wießner) beim Volk der Afrikaner. Foto: Karin Maier
-
Mit Esel und tanzenden Kakteen kamen die Mexikaner (Schönebzirzler) Foto: Karin Maier
-
Zinkenvogt Chlistian Beckel vom Volk der Chinesen (Brandbachzinken) Foto: Karin Maier
-
Das Volk der Inder (Dilldappen/Zinken Brandenberg), um die Aufnahme in das Narrenreich zu ersuchen Foto: Karin Maier
-
Fliegender Teppich inklusive.. Foto: Karin Maier
TODTNAU (zubi). "Hipp-Hipp-Hurra!" Beim gigantischen Jubiläumswochenende zum 150. Geburtstag der Todtnauer Narrenzunft stand das ganze Städtli Kopf. Wie anno 1906 beim historischen Narrenspiel kam Prinz Karneval nach Todtnau und alle Völker der Welt waren ganz Auge und Ohr und hin und weg ob der farbenprächtigen, ideenreichen und professionellen Darbietungen um und auf der hochherrschaftlichen Marktplatzbühne. Gefeiert wurde das Jubiläum frei nach dem Motto "immer no närrsch!"
Die moderne Version um den Einzug von Prinz Karneval Jürgen von Wehrle (alias Oberzunftmeister Jürgen Wehrle) war ein Spektakel der Extraklasse und brachte viel Volk auf die Narrenbeine inklusive eines Königselefanten, eines fliegenden Teppichs, tanzenden Kakteen, eines bewegungsfreudigen Drachens und nicht zuletzt eines störrischen Esels. Zu den über 120 Beteiligten gehörte auch ein Hofnarr (Heinz Winkler), der ehrwürdige Magistrat aus verdienten Todtnauer Narren und 19 Prachtsoldaten der Ranzengarde (150 bis über 200 Zentimeter messend) mit ihrem Kommandanten Gaetano Bertulucci (Gaetano Bertucci). Das Volk des Stammes der Unterfeldberger (Dilldappen) mit Maharadscha Johannes Binder, die Afrikaner (Chlai Basler Narre Clique) mit Häuptling Lothar Glaisner, die Schönebirzler als Mexikaner mit Gaucho Heinz Maier und das Volk der Chinesen mit dem Oberchinesen Chlistian Beckel (Brandbachzinken) steckten viel Liebe ins noch so kleinste Teil ihrer Darbietungen.
Werbung
Doch zunächst kamen Prinz Karneval, der Landvogt (Bürgermeister Andreas Wießner) und der Hofmarschall (Roland Walleser) hoch zu Ross vom Narrenbrunnen her ins "Dal" geritten. Der Landvogt wurde gar beim Volk der Afrikaner als Hauptbestandteil einer Suppe eingekocht. Viel Beifall und Jubelrufe donnerten beim Narrenspiel über den Marktplatz, bevor am Hasenhorn das Feuer- und Flammenspektakel mit einem mehrminütigen Feuerwerk startete und per Coasterbahnfackelzug Licht ins Städli gebracht wurde. Die Flamme überreichte ein Todtnauer Zundelmacher mit dem Todtnauer Narresome im Gefolge an die Ranzengarde. Mit winziger Verzögerung wurde das Fasnet-Freuden-Feuer per Kanone angeschossen, das Feuer sollte gleich einer olympischen Flamme das ganze Wochenende über brennen. Allgemeinen Festjubel gab es bei der Freinacht im Narrechessel mit Fasnet- und Guggemusik im 15-Minuten-Takt auf der Marktplatzbühne. Der später einsetzende heftige Regen vertrieb die Besucher in die an die 20 Hütten und Schöpfe und in die Gaststätten. Über den ersten Oberwiesetäler Narreobe berichten wir noch.
Autor: zubi


