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21. Oktober 2010

Bergwacht auf "Gefahren im Forst" vorbereitet

Ausbildungswochenende der Bergwacht Schwarzwald mit Großübung am Sonntag in den Wäldern rund um Muggenbrunn / Erkenntnisse aus 40 Fallbeispielen .

  1. Im Rahmen von 40 Fallbeispielen widmeten sich Mitglieder aus mehreren Ortsgruppen der Bergwacht Schwarzwald dem Thema „Forstunfälle“, wie hier bei der Rettung aus schwierigem Gelände. Foto: Thomas Frank

TODTNAU (BZ). In den Wäldern rund um Muggenbrunn nahmen zahlreiche Bergretter an einem Ausbildungswochenende der Bergwacht Schwarzwald teil. Das Thema: "Gefahren im Forst".

Ein älteres Ehepaar aus dem Saarland staunte nicht schlecht, als es am frühen Sonntagmorgen bei der Wanderung im Bereich "Wasen" auf zahlreiche verletzte Personen traf. In wenigen hundert Metern Umkreis fanden sich unter anderem verletzte Waldarbeiter, ein unterzuckerter Wanderer, ein verletzter Pilzsucher und einen mit seinem Forstschlepper verunglückten Mann. Hätten die Lehrgangsorganisatoren keine Hinweisschilder aufgestellt, hätte dies zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte geführt. So aber konnten sich die kleinen Gruppen von Szenario zu Szenario durcharbeiten, stets beobachtet von erfahrenen Ausbildern. "Neben den Forstunfällen war auch die Kommunikation untereinander und mit anderen Organisationen ein Schwerpunkt, berichtet Christoph Iwertowski, Ausbilder Notfallmedizin bei der Bergwacht Muggenbrunn. Gemeinsam mit einem Ausbilderteam aus verschiedenen Ortsgruppen hatte er das Wochenende vorbereitet.

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Bereits am Vortag hatten sich 17 Teilnehmer aus Ortsgruppen des gesamten Schwarzwaldes intensiv mit dem Thema beschäftigt. Stefan Leipnitz von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft informierte über Unfälle und Gefahren im Forst. Anschließend konnten die Teilnehmer an verschiedenen Fallbeispielen üben.

Welche Informationen im Einsatzfall von den Kräften vor Ort benötigt werden, erklärte Christoph Glaisner, Leiter der Integrierten Leitstelle Lörrach. Besonders gefordert wurde die Kommunikation und das technische Know-How bei einer Großübung am Sonntagnachmittag. Fünf Schwerverletzte galt es in schwierigem Gelände zu retten und versorgen. Auch hier war ein komplexer Forstunfall bei Holzrückearbeiten mit einer Seilwinde vorausgegangen. Die Rettung eines unter einem Baumstamm eingeklemmten Waldarbeiters wurde durch die Feuerwehr Todtnau unterstützt. Mit pneumatischen Hebekissen wurde der Baum angehoben, ein Notarzt begleitete die Rettung und Versorgung der Schwerverletzten. Noch während der Aufräumarbeiten mussten er und drei Bergretter zu einem realen Einsatz am Hasenhorn abrücken. Bei einer Nachbesprechung im Haus des Gastes in Muggenbrunn konnten die aus über 40 Fallbeispielen gewonnenen Erkenntnisse ausgetauscht werden. Die weiteste Anreise hatten zwei Mitglieder der Bergwacht Bad Herrenalb-Dobel.

Weitere Informationen unter: http://www.bergwacht-schwarzwald.de

Autor: tf