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19. September 2016

Denkwürdiger Festtag für das Dorf

Beim Tag des offenen Denkmals war auch das Geschwender Gasthaus "dasrößle" dabei / Vereine mit vielen Aktionen beteiligt.

  1. Offenes Geschwender Denkmal: Die Kunst des Schindelmachens wurde den Besuchern vorm „Rößle“ gezeigt. Foto: Ulrike Jäger

  2. Wer die Geschichte des Rößle noch nicht kannte, konnte sie am Tag des offenen Denkmals nachlesen. Foto: Ulrike Jäger

TODTNAU-GESCHWEND. Als eines von bundesweit 8000 Denkmälern hatte am "Tag des offenen Denkmals" das altehrwürdige Gasthaus "dasrößle" seine Tore geöffnet. Der ganze Ort nahm an dieser Aktion teil und machte einen "Dorftag" aus diesem der Baugeschichte gewidmeten Tag.

Auf dem Areal des historischen Gasthauses gab es dann auch viel zu entdecken und zu lernen. Die vier Führungen durch den Stall, die Tenne, in der noch einmal der Film des SWR gezeigt wurde und vor der alte Gerätschaften aufgebaut waren, durch das Gasthaus, den Museumsraum und die Zimmer fand reges Interesse, im Schnitt liefen hier jeweils 25 Teilnehmer mit.

In den Präsentationen im Saal erklärte Rößle-Vorstandsmitglied Ewald Dießlin die Entwicklung zum Genossenschafts-Gasthaus. Alle fünf Vereine machten an diesem Tag unter der Ägide von Daniel Steiger, Dieter Hierholzer und dem Kulturverein mit und waren mit Musik, Essen und Getränken und Vorführungen vertreten. Altes Handwerk wie Schindel- oder Balkenmachen wurde gezeigt, und auch die Besucher konnten sich hier einmal versuchen.

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Für die kleinen Gäste gab es Spiele und eine Slackline, über die sie balancieren konnten. Der Ortschaftsrat, allen voran Ortsvorsteher Alfred Zielinski, zapfte Bier und gab Getränke aus, nebenan brutzelten die Rabefelseschlurbi Steaks und Würste und boten auch Pizza und Flammkuchen. Kuchen der süßen Art und Torten gab es dann auch in einer riesigen Auswahl von 30 Stück von den Kirchenchorfrauen.

Musikalisch umrahmt wurde der Dorftag vom Geschwender Musikverein. Die Vorsitzende des Kulturvereins "dasrößlele", Regina Kupper, bot im "Schdall", der in kürzester Zeit hergerichtet wurde, ein Glas Sekt an. Hier hatten die Mitglieder des Vereins Zeitungsberichte über die verschiedenen Veranstaltungen, die sie bereits in "dasrößle" geholt haben sowie viele Fotos von der Bauphase bis zur Fertigstellung in einer kleinen Ausstellung zusammengetragen.

Den Stall möchte man in Zukunft als Empfangsbereich für Gäste gestalten und als Raum für die Pausen bei den Theaterstücken oder Musikdarbietungen nutzen, erklärt Regina Kupper. Sie freue sich sehr, dass dieses Kulturdenkmal zu solch einem Schmuckstück geworden sei.

An den Ständen im Freien zeigte "Holzwurm Niels" Spürgin Holzkunst aus altem und neuem Holz, und bei Karl-Heinz Zimmermann und Tobias Ruch gab es Produkte vom Biobauernhof. Ewald Dießlin vom Genossenschafts-Vorstandsteam freute sich am Ende sehr, dass das ganze Dorf solch einen Zusammenhalt gezeigt hat. Das Fest sei von allen gemeinsam gestemmt worden, "eine tolle Leistung". Dieses Lob habe man auch von den zahlreich erschienenen Besuchern, die aus dem Hotzenwald, Freiburg oder anderen Ecken der Region gekommen waren, gehört, so Dießlin.

Autor: Ulrike Jäger