Ein Familienbetrieb schaut zurück

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Von kr & BZ-Redaktion

Di, 07. Oktober 2014

Todtnau

Die Schreinerei Fink und Bürgermeister Wießner würdigte verdiente und langjährige Mitarbeiter.

TODTNAU (kr). Auch der 94-jährige Seniorchef Hermann Fink wohnte interessiert der Zeremonie bei, als Todtnaus Bürgermeister Andreas Wießner langjährige Mitarbeiter der Schreinerei Fink im Trauzimmer des Rathauses ehrte. In Anwesenheit von Helga und Bernhard Fink, den Mitarbeitern und ihren Partnerinnen fand Andreas Wießner persönliche Worte zum Handwerksbetrieb, den er schon seit Kindertagen kenne.

Bürgermeister Wießner gratulierte dem Innungsbesten und Kammersieger Matthias Sonner, der demnächst auch im Landeswettbewerb antreten wird und auch bei der Zeremonie anwesend war. Man könne die Schreinerei jetzt wohl als Kaderschmiede bezeichnen, sagte Wießner. Mit Bezugnahme auf das Trau-Zimmer, in dem die kleine Feier stattfand, sagte Wießner, dass gegenseitiges Vertrauen wichtig sei. Dass die Mitarbeiter großes Vertrauen in den Betrieb hätten, in dem sie acht bis zehn Stunden am Tag über Jahre hinweg zusammenarbeiteten und viel Zeit miteinander verbrächten. Und auch Bernhard Fink wiederum habe großes Vertrauen in die Kompetenz seiner Mitarbeiter, die den Betrieb nach außen vertreten, korrekte Arbeit ablieferten und für die Kundenzufriedenheit sorgten.

Todtnau sei in der glücklichen Lage, sich in jedem Handwerksbereich komplett selbst versorgen zu können; dies sei bei der kleinen Größe der Stadt keine Selbstverständlichkeit, stellte das Stadtoberhaupt nicht ohne Stolz fest. Wießner dankte im Namen der Stadt dafür, dass die Firma Verantwortung übernehme und ein Teil der Stadt sei.

Er beglückwünschte auch Ralf Fink, den er als rechte Hand seines Vaters Bernhard bezeichnete, zu dessen zehnjähriger Betriebszugehörigkeit. 15 Jahre länger, nämlich 25 Jahre, ist Ralf Hablitzel bereits in der Schreinerei tätig. Als kreativ, sehr genau und sauber arbeitend beschrieb Wießner den Schreinergesellen, der als Ausgleich für seine Tätigkeit das Fußballspielen als Hobby hat. Der Bürgermeister überreichte die Todtnauer Stadtchronik als Geschenk.

Auf 40-jährige Betriebstreue kann der Schönauer Helmut Wunderle zurückblicken. Wießner nannte ihn "die gute Seele", den er als immer freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter in der Möbelschreinerei kennengelernt habe. Mit 15 Jahren hatte Helmut Wunderle seine Lehre beim Senior Hermann Fink angetreten. Er erhielt aus Wießners Händen eine von Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterzeichnete Urkunde und ein Geschenk.

Bernhard Fink dankte den Mitarbeitern und Partnerinnen und überreichte jeder einen Blumenstrauß, bevor es zum Mittagessen nach Herrenschwand ging. Dort überbrachte Innungsobermeister Martin Ranz die Glückwünsche der Schreinerinnung Lörrach.