"Erstmals Besuch aus dem Orient"

Karin Maier

Von Karin Maier

Di, 30. Januar 2018 um 14:43 Uhr

Todtnau

Die Todtnauer Narren bereiten sich auf das Programm des Besenbinderballs vor, der am Samstag in der Silberberghalle über die Bühne geht. Für das Gelingen der Veranstaltung ist nicht zuletzt Zeremonienmeisterin Maria Brender zuständig.

BZ: Gibt es neue Akteure beim Besenbinderball am 3. Februar?

Brender: Einige junge Akteure und neue Gesichter stehen in den Startlöchern und sind zu hören und zu sehen, aber auch der eine und andere "alte Hase" wird auf der Bühne vertreten sein und sein Bestes geben.
BZ: Können Sie schon etwas über das Programm verraten?

Brender: Wir erfahren einiges über sehr kreative Todtnauer Köpfe und deren Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel über den Stadtrat Franz Wagner oder den Chorleiter Herbert Kaiser. Ein Geschwender Mitbürger berichtet detailreich über Erlebtes. Zum allerersten Mal in der Geschichte des Besenbinderballs erwarten wir im Laufe des Abends noch hohen, namhaften Besuch von Herren aus dem Orient, die sich über das Wochenende in Todtnau einmieten werden. Das gesamte Programm inklusive Tanz, Büttenrede, Sketche und Darbietungen wird voraussichtlich kurz nach 23 Uhr zu Ende sein. Auch der Bürgermeister wird im Publikum sein und einen gespielten Bürgermeister auf der Bühne erleben.
BZ: Welche Besonderheiten wird es neben dem Besenbinderball noch geben?
Brender: Am Fasnet-Freitagnachmittag fällt das hohe Narrengericht sein Urteil, und am Abend ist dann "Rätschgosche-Ziet" (Schnitzelbanksingen). Übrigens wird bei beiden Veranstaltungen ein Kamerateam des Südwestrundfunks dabei sein. Ein ganz großes Highlight wird sicher auch der Rosenmontagsumzug werden. Hier freuen wir uns auf eine "Druggede" im Städtli. Auch hier ist das Kamerateam des SWR dabei und wird einen unserer Zinken begleiten und zu einem späteren Zeitpunkt eine Fernseh-Reportage ausstrahlen.

BZ: Was macht denn eine Zeremonienmeisterin genau?
Brender: Im Vorfeld stehe ich in engem Kontakt mit den Akteuren, versuche immer auch mal neue Gesichter zu gewinnen und lege den Programmablauf und die Generalproben fest. Manchmal ist dies nicht so einfach, weil einige Akteure sogar mehrfach auf der Bühne zu sehen sind und Zeit für das Umkleiden und Schminken etc. eingeplant werden muss. Ich bin Bindeglied zu allen Helfern hinter und auf der Bühne. Weiter bespreche ich mich mit dem Moderator des Abends, Roland Walleser.

BZ: Haben Sie vor dem Besenbinderball Lampenfieber?

Brender: Ein bisschen Aufregung ist immer dabei, auch weil ich selbst Teil des Programms bin. Hoffentlich passt alles so, wie wir das geprobt haben.

Maria Brender (51) ist seit 2006 Mitglied im Zunftrat und Zeremonienmeisterin der Todtnauer Narrenzunft. Die närrische Karriere der Industriekauffrau begann 1990 in Todtnauberg als Mitglied der Beeriwieber und mit dem Engagement beim Wagenbau beim Zinken Rucksackberger. Maria Brender gehört dem Redaktionsteam der Narrenzeitung an.

Karten für den Besenbinderball am 3. Februar gibt es im Vorverkauf im Rathaus in Todtnau und an der Abendkasse.