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16. Februar 2010
Farbenfrohe Völkergemeinschaft
"Bis mir alli Völker hänn": Todtnauer Rosenmontagsumzug zeigte die bunte Vielfalt vergangener und heutiger Kulturen.
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Als Urmenschen mit frisch gegrilltem Spanferkel kamen die Präger Gletschergeister an Foto: Karin Maier
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Schöne Ägypterinnen des Zinkens Rucksackberger Foto: Karin Maier
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Foto: Karin Maier
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Einen Mexikaner brachten die Schönebirzler, viel Spaß hatten die Schlechtnauer Dichelbohrer an Bord ihres Wikingerschiffes. Foto: Karin Maier
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Spanien lässt grüßen: Spitze Hörner hatte der Stier der Dahlauer Narrenclique Fidlebruck Foto: Karin Maier
TODTNAU. Mit zwölf prächtigen Motivwagen – so vielen wie nie zuvor – und viel farbenfrohem Fußvolk aus aller Welt machten die Todtnauer Stadtteilzinken, alle Ortsteile sowie die Böllener Belchengeister der Todtnauer Narrenzunft zu deren 150-jährigen Bestehens ein Riesengeschenk zum Rosemändig. Motto: "Chemmet Narre wie ihr wänn, bis mir alli Völker hänn."
Urmenschen, Inder, Ägypter, Niederländer, Mexikaner und weitere Völker kamen zu Lande und zu Wasser zum Todtnauer Umzug, der zahlreiche Zuschauer aus nah und fern anzog. Auf dem Schiff, in dem die Schlechtnauer Wikinger mit großem Hau-Ruck wieseaufwärts angereist waren, stand: "Nach langer, langer Zit, rudere d’Schlechtnauer wider mit". "Mir Dahlauer hän wieder en Wage wirklich wohr, hit stelle mir iis als Spanier vor", sagten die mit Stier angereisten Aftersteger. "Mir Afrikaner vom CBC bringe Afrika-Feeling trotz Kälte und Schnee", versprach der CBC, dessen Kochtopf mit bestem Todtnauer Frischfleisch mit Knochen und Hirn auf dem Wagen kräftig dampfte. Als neuer Teilort von Geschwend wurde Amsterdam präsentiert – inklusive Windmühle. Tulpen aus Amsterdam wechselten die Besitzer, die Musik spielte in Holzschuhen mit. Berge, Glacier-Express und eine Bergbahn zeigten die Käsespießchen verteilenden Böllener Belchengeister als Schweizer auf ihrem Wagen. Die Tannengeister waren mit einem Narren-Iglu vertreten. Mit Königselefant, Schiff und einem separaten fahrbaren Untersatz für die Trachtenkapelle kamen die Inder an (Zinken Brandenberg/Dilldappen). Als Ägypter samt Cleopatra, Pharao und großer Goldkiste kamen die Rucksackberger (Todtnauberg). Mit Olé-Olé-Olé waren die Mexikaner vertreten (Schönebirzler). Die Chinesen (Zinken Brandbach) brachten nochmals den prächtigen Drachen vom Narrenspiel mit. "D’Sauöhrli sin’s beschte", pries Dirk Hablitzel auf dem Wagen der Gletschergeister Präg das gerade durchgebratene Spanferkel an. Als Urmenschen waren die Präger gekommen. Indianerblut bewies der Mühle-Winkel-Zinken mit Marterpfahl, Bison und dem Zinkenvogt als Häuptling auf dem Wagen. Neben den Todtnauer Zünften waren auch die Stadtmusik, mehrere Gastzünften und –musiken dabei.Werbung
Autor: Karin Maier


