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19. Februar 2011
Grün ist die Hoffnung auf einen Abräumer in der Wagenwertung
Zu Besuch bei den Schlechtnauer Wagenbauern in der ehemaligen Feuerwehrgarage /Der Teufel steckt im Detail / Technisches Können ist im Team gefragt.
TODTNAU-SCHLECHTNAU (zubi). In die Wagenbauwerkstatt der Schlechtnauer, in der ehemaligen Feuerwehrgarage, durfte die BZ dieses Jahr spicken.
Dass in Schlechtnau der Wagenbau 2010 reaktiviert wurde, liegt an Zinkenvogt Michael Kaiser. Letzes Jahr zum 150-jährigen Jubiläum der Todtnauer Narrenzunft, ruderten die Schlechtnauer als Volk der Wikinger am Umzug mit – nach einer mehrjährigen Verschnaufpause nach der Fasnet 2003. Doch "schon lange vor Gründung der Fasnachtsgesellschaft Schlechtnau im Jahr 1979, wurde unter Malermeister Hubert Held in der Werkstatt von Sepp Ehmer Wagen gebaut", sagt Ortsvorsteher Paul Gutmannn. Die Häsfigur des Dichelbohrers entstand ein Jahr später, 1980. Schlechtnau hat in vergangenen Jahren auch mehrere Jahre Platz Eins geholt, wie beispielsweise 1979 ("Wenn's Städtli zmitts im Urwald wär, no hät's en menge Muuler schwer.") oder 1980 mit dem "Flattermann" (für 30 000 Eier), dem auf die närrische Schippe genommenen Schwarzwaldtannen-Symbol vor der Silberberghalle ("am Silberberg balzt der Auerhahn, an der Halle steht der Flattermann."
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Einige Garagen und Heustöcke wurden schon zur Wagenbauwerkstätte, umfunktioniert. "Hier kann sich der Zinkenvogt verwirklichen", sagt der Informatiker Stefan Asal, an den Fingern grüne Farbe. Auch Technik steckt im Detail, für die zeichnet Industriemechaniker Michael Kaiserverantwortlich, der seit 2004 Vereinsvorsitzender ist. Doch an den prominenten Kopf auf dem Wagen wagt er sich nicht heran, der Kopfmacher wird also noch gesucht. "Es wäre nicht schmeichelhaft, wenn ich den Kopf machen würde", schmunzelt Kaiser. Gebaut wird seit etwa vier Wochen, am Freitag und Samstag. Überwiegend Büroler zählen zu den zehn Wagenbauern, wenige sind Handwerker. "Wenn es ans Bier trinken geht, sind wir mehr", grinst Asal. Das zum Wagen gehörige Fußvolk wird aus ganz Schlechtnau rekrutiert. "Wir nehmen alle", sagt Zinkenvogt Michael Kaiser, der dieses Mal wie alle anderen Schlechtnauer per pedes am Rosemändig dabei sein wird. Ausstaffiert wird das Volk von Evi Ebser, Rosi Glaisner, Bettina Lang und Tanja Wunderle.Großmütig frei bekommt Edi Steinebrunner im Vorbeifahren vom Zinkenvogt, denn die Grundierung in Grün auf dem neuen Umzugswagen sei ihm wirklich gut gelungen.
Autor: zubi
