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10. März 2011

Immer eins auf die Mütze

Märchenhafter Zunftabend der "Beeriwieber" in Todtnauberg.

  1. Füllte seine Rolle als Obelix hervorragend aus: Schorsch Mühl mit Wildschwein unterm Arm. Foto: Ulrike Jäger

TODTNAUBERG (kr). Obwohl sie jedes Mal eins auf die Mütze kriegen – zum Zunftabend der Beeriwieber kommen die Todtnauer gerne und zahlreich nach Todtnauberg, und sie tragen mit Guggemusik, Fanfarenklängen und Sketchen auch zum Programm bei. Der CBC-Zinken widmete sich der Gesundheitsreform.

Todtnaubergs "Raab" (Sylvia Schneider) hatte wieder so manche Begebenheit ausgegraben und auch Bürgermeister Andreas Wießner bekam natürlich sein Fett weg. Ob nächtliche Stromsparmaßnahmen, Salzstreuen per Hand, Katzenchaos am Ortseingang beim Gasthaus Sternen, das man ja zum Katzenhotel umbauen könnte, Kindergarten auf dem Berg oder auf der Hoh – Raabs Schnabel hackte auf manch heißem Thema herum.

Zum märchen- und sagenhaften Zunftabend hatten die "Beeriwieber" am Sonntag ins wunderschön und passend dekorierte Kurhaus eingeladen. Die Mitglieder der Feuerwehr brachten den voll besetzten Saal gleich zu Beginn mit ihrer "Asterix und Obelix"-Sage zum Lachen. Die unbeugsamen Berger Gallier mussten den Todtnauer Legionären trotzen, um zu verhindern, dass das gallische Ferienland von den römischen Todtnauern besetzt wird. Die Mitglieder der Kindertrachtengruppe hatten ganz allein eine Tanznummer einstudiert, und die Brackenheimer Fasnetzunft gab als Gastgruppe einen Brauchtumstanz zum Besten. Das etwas andere Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf brachte ein "wild zusammen gewürfelter Haufen" (Moderator Uli Strohmeier) unter der Leitung von Nadja Wissler auf die Bühne mit Timo Kaiser als Rotkäppchen und Tobias Wissler als Wolf.

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Beeriwieber-Chef Uli Strohmeier, bei den Ansagen unterstützt von Prinzessin Yvonne Binder, gab bekannt, dass er in zwei Jahren nicht mehr auf der Bühne stehen wird. Er ehrte vier Beeriwieber: 20 Jahre machen Helga Dietsche und Gudrun Waßmer mit und wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. 25 Jahre aktiv dabei sind Ilka Kaiser und Conny Schneider. Neben dem neuen eigenen Orden erhielten sie selbstgemalte Beeriwieber-Bilder und von Oberzunftmeister Jürgen Wehrle die silberne und goldene Anstecknadel. Golden, und zwar massiv, waren auch die kleinen Masken, die Uli Strohmeier an Ilka Kaiser und Conny Schneider überreichte. Ein anonymer Spender hat diese kleinen Kostbarkeiten für ihre 25-jährige Vereinstreue gestiftet. Die Guggemusiker "Los Chrachos", vor 10 Jahren in der Todtnauberger Bergwachthütte gegründet, erhielten nach heißen Rhythmen ein Album mit Bildern von damals bis heute. Für Musik sorgten auch die Zundelmacher mit den tanzenden Zwillingen Abbate sowie Jürgen Klingele, zu dessen Klängen noch bis spät geschwoft wurde.

Autor: kr