In der Stadt fehlen noch Kandidaten

Ulrike Jäger

Von Ulrike Jäger

Do, 31. Oktober 2013

Todtnau

CDU Todtnau zieht Bilanz und richtet Blick auf die Kommunalwahlen / Gegen Biosphärengebiet / Beitrag wird erhöht.

TODTNAU. In der Generalversammlung der CDU Todtnau berichtete Vorsitzende Christa Bernauer im Gasthaus Rössle in Geschwend von den zurückliegenden Aktivitäten. Nun steht die Kandidatensuche für die Kommunalwahl im Mai 2014 an. In den Ortsteilen habe man die Listen fast gefüllt, aber das Problem sei die Stadt. Hier fehlen noch Leute, die bereit sind, sich in der Politik zu engagieren.

"Wir haben vieles, was wir uns vorgenommen haben, gemacht", stellte Christa Bernauer fest. Die gute Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden Schönau und Wieden drückt sich in einer neuen gemeinsamen Homepage aus. Auf dem Todtnauer Markt wurde im Frühjahr ein Informationsstand aufgebaut, denn man wollte nicht erst kurz vor der Bundestagswahl auf die Bürger zugehen. Am vergangenen Samstag gab es dann einen "Danke"-Stand. Auch hier war der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster mit von der Partie. Ob Telefonaktionen, Ortsbegehungen oder Familientag – "der Ortsverein zeigte Präsenz", betonte Christa Bernauer.

Kreisgeschäftsführer Richard Renz gab einen kurzen Überblick über die vergangenen Monate, die geprägt waren von den Vorbereitungen auf die Bundestagswahl. Armin Schuster sei sehr viel im Kreis unterwegs gewesen und hatte ein sehr gutes Ergebnis in Todtnau (56,5 Prozent). "Im Stadtverband Todtnau ist Zug drin", attestierte Renz der Versammlung. Wie in den Ortsgruppen mangle es aber auch im Kreisverband an Personen, die langfristig leitende Posten übernehmen wollen.

Neben der Kommunal- und Europawahl am 25. Mai 2014 müsse dann auch bald die Landtagswahl 2016 angegangen werden. Er erklärte, dass die Listen bis 15. November vorliegen müssten.

Stadträtin Monika Schneider berichtete aus dem Gemeinderat über einen sehr gut ausgestatteten Haushalt und lobte die Arbeit von Jugendreferent Dominik Simon. Der Zulauf sei enorm, er habe eine ausgleichende und ruhige Art, mit den Jugendlichen umzugehen. Das Geld für diese Position, das man sich mit Schönau teilt, sei gut angelegt. Ihre Fraktion habe sich dafür eingesetzt, dass die Grundschulen in Geschwend und Todtnauberg beibehalten werden und werde sich weiterhin dafür stark machen. Im Gegensatz hierzu sehe man in der Partei keinen Vorteil und keine Notwendigkeit in der Errichtung eines Biosphärengebietes.

Carsten Krämer, der das Amt des Kassierers von Paul Kiefer übernommen hatte, berichtet von einer minimal ausgestatteten Kasse. Christa Bernauer erläuterte, dass man nicht mehr mit den bisherigen Mitgliedsbeiträgen auskomme. Viele Anzeigen seien aus privater Tasche finanziert worden. Aus diesem Grund beschloss die Versammlung einstimmig die Anhebung des Jahresbeitrages auf 60 Euro (monatlich fünf Euro). Außerdem solle verstärkt nach Sponsoren gesucht werden. Paul Kiefer, der 40 Jahre lang die Kasse geführt hat, erhielt als Dank für seine Arbeit viel Beifall und ein Präsent, und die Versammlung beschloss kurzerhand, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Ehrungen gab es auch für Erwin Hartmann, seit 30 Jahren Mitglied im CDU-Ortsverein; Rudolf Steiert erhielt für 40-jährige Treue ebenfalls eine Urkunde und ein Präsent, Bernhard Wissler wurde in Abwesenheit für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Christa Bernauer bedankte sich bei ihrer jungen Mannschaft und hofft, dass weitere junge Leute dazu stoßen.