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01. August 2011

Jubiläum mit echter Blasmusik

Fest zum 90-jährigen Bestehen der Trachtenkapelle Todtnauberg weckt Erwartungen / Blick zurück auf die Anfänge.

TODTNAU-TODTNAUBERG. Mit einem Festakt und Tanzabend startete das 90-jährige Jubiläumsfest der Trachtenkapelle Todtnauberg am Freitagabend. Zum "unechten" Jubiläum gebe es echte Blasmusik versprach der Vorsitzende Thomas Braunsberger mit einem Augenzwinkern.

Er begrüßte neben zahlreichen Ehrengästen auch Musiker aus Münsing und Dublin, die eigens für das Festprogramm angereist waren. Braunsberger blickte zurück auf die Anfänge der damals noch Musikverein genannten Kapelle, in der sich 1921 über 20 Musikfreunde zusammentaten.

"Keiner konnte Noten lesen oder ein Instrument spielen", sagte Braunsberger. Und so fragte er sich, was damals wohl die Beweggründe für die Vereinsgründung waren. "Hauptsache, es tschätteret", vermutete er. In der aufwändigen Chronik sind die einzelnen Stationen und Erinnerungen an neun Jahrzehnte Blasmusik festgehalten, zu jedem Jahr gibt es zusätzliche Informationen zu nationalen oder internationalen Ereignissen. Alte Fotos, Zitate und Erinnerungen runden die Festschrift ab.

Festredner Bürgermeister Andreas Wießner, bekennender Blasmusikfan und selbst Musiker, der über 20 Jahre lang das Tenorhorn in der Todtnauer Stadtmusik spielte, zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Jubiläumsprogramm. Platzkonzerte gehören ebenso dazu wie Kirchenmusik, Weck-Sternmarsch, Marschkonzerte und die abschließende Serenade an Todtnaubergs Wahrzeichen, der Fatimakapelle. Wießner blickte zurück auf die wechselvolle Geschichte des Musikvereins, der zunächst eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr war. Auch er hob die Kameradschaft hervor, die innerhalb der Trachtenkapelle herrscht und das Vertrauen, das untereinander und zum Dirigenten vorhanden ist.

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Es mache Spaß, der Kapelle zuzuhören und zuzusehen. Nicht nur die zahlreichen Konzerte, die auch dem Tourismus zu Gute kämen, gehörten hier dazu, auch die Jugendarbeit und die Kontaktpflege mit befreundeten Musikkapellen. Aber auch die europaweiten Ausflüge gehörten zu den gemeinschaftlichen Aktivitäten."Ich ziehe den Hut", sagte Wießner und dankte der Kapelle auch im Namen der Stadt, des Ortsvorstehers und der Ortschaftsräte für 90 Jahre Vereinstätigkeit. Sein Geburtstagsgeschenk war die Gebührenübernahme für das Festwochenende. Helmut Steinmann, der Präsident des Alemannischen Musikverbandes überbrachte die Glückwünsche des Präsidiums. Er wünschte noch viele schöne Veranstaltungen und freute sich schon heute auf die Feier zum 100-Jährigen, die ja wohl dann noch größer ausfallen würde, wie er vermutete. Fahnenmutter Waltraud Boch überbrachte langstielige Rosen in den Todtnauberger Farben rot und weiß, die zur Serenade am Sonntag in der Fatima-Kapelle aufgestellt werden sollten. Ehrenmitglied und Förderer Dr. Arnulf Wynen überreichte einen Scheck für die Zöglingsarbeit, bevor die Vorsitzenden der anderen zehn Todtnauberger Vereine Glückwünsche in gereimter Form und einen Gutschein für Musikinstrumente überreichten.

Der Festakt wurde von bekannten Blasmusikstücken von der Trachtenkapelle unter der Leitung von Ralph Stellbogen umrahmt, bevor im Anschluss eine Tanzkapelle mit ihrer Musik zum Schwofen einlud.

Autor: Ulrike Jäger