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14. Februar 2011

Losgelöst im Raumschiff Brandbach

Beim Kappenabend des Brandbachzinkens Todtnau ging’s außerirdisch zu / Stimmung ließ das "Düsometer" hochschnellen.

  1. Raumfahrtpolizist Noldi Seger ließ die Besatzung beim galaktischen Kappenabend der Brandbächler im Todtnauer Pfarrsaal erst einmal blasen. Foto: Ulrike Jäger

TODTNAU. "Völlig losgelöst" mit "Major Tom" waren die sechs "Schönebirzler", die da über die Bühne im Todtnauer Pfarrsaal schwebten. Sie ließen gleich zu Beginn galaktisch gute Stimmung aus dem Weltall einfliegen und brachten mit ihrer Darbietung den Saal zum Toben. Ohne Zugabe ließen die begeisterten Gäste die Jungs dann auch nicht gehen. Ganz getreu dem Motto: "Im Raumschiff Brandbach git’s e Fescht, us de ganze Galaxie chemme d’ Gäscht" waren Gold und Silber die vorherrschenden Farben des Kappenabends, dessen Programm von den Wagenbauzinken gestaltet wurde.

Die Todtnauer Zunfträte kamen in Gold- und Silberfolie gehüllt, mit Lametta-Haaren und extraterrestrischen Wackelfühlern auf dem Kopf. Auch die Besucher hatten allesamt fantasievolle Kostüme und traten mal als goldene Sonnen oder grüne Marsmenschen auf. Bestens bedient wurden die Gäste im voll besetzten und mit Raumschiffen und Außerirdischen dekorierten Saal von freundlichen NASA-Astronauten.

Die geheimnisvollen "Men in Black", Guggemusiker aus Todtmoos, begeisterten das Publikum und mussten gleich vier Zugaben spielen. Eine tolle Idee war das "Düsometer", das die Applauskraft des Publikums anzeigte, das von Gerhard Kaiser, der mit Tochter Carina durchs Programm führte, kräftig zum Klatschen bis zum Geräuschpegel eines Düsenjets angeheizt wurde.

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Mit witzigen Wortbeiträgen von Alfred Bernauer vom Zinken Mühlewinkel zum Thema Männer ("Ohni Frau wär’ de Ma e armi Sau") und dem "Clärli" alias Sylvia Schneider von den Rucksackbergern ("Bi nit vo do, i bi vo dänne") ging der Abend galaktisch rasant weiter.

Die "Chlai Basler" zeigten deutlich die Folgen der Gesundheitsreform: Nicht nur Seife und Zahnpasta mussten sich die Patienten teilen, auch das Klopapier wurde weitergereicht. In sein Raumschiff holte dann der gastgebende Brandbachzinken alle Zinkenvögte, und Oberzunftmeister Jürgen Wehrle erzählte noch eine kleine Raumfahrergeschichte vor dem Schlafengehen.

Allerdings hatte die Besatzung zu viel von den Milchstraßendrinks getankt und Raumfahrtpolizist Noldi Seger ließ die Besatzung erst einmal "blasen" - bis die Luftballons platzten. Für ausgelassene Stimmung sorgte der Fanfarenzug der Zundelmacher, am Keyboard spielte den ganzen Abend der Fröhnder Tobias Böhler Stimmungs- und Tanzmusik, und auch in der Brandbach-Bar wurde kräftig gefeiert.

Zu Beginn de außerirdischen Abends verteilte Oberzunftmeister Jürgen Wehrle Urkunden und Präsente für treue Brandbächler. Karl Beckert, Werner Hirsch und Reinhold Seger sind seit 25 Jahren dabei, Angelika und Thomas Hammerlik sowie Waltraud Steinebrunner seit 30 Jahren, und Ulrike Wunderle seit 40 Jahren.

Autor: Urike Jäger