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17. Februar 2017

Mit eigener Schneeproduktion auf Nummer sicher

Geplantes "Snowfarming" für Nordic-Center Notschrei: Lob für optimale Trainingsbedingungen / Schnee bis Ende März.

  1. Vorstand des Trägervereins Nordic-Center mit neuen Gesichtern: Norbert Asal, Andreas Wießner, Tilman Horlacher, Georg Behringer, Gundolf Fleischer, Ludwig Lorenz (von links). Foto: Jäger

NOTSCHREI (kr). Tolle Wettkämpfe, viele ehrenamtliche Helfer und Vereine, ein unglaublich aktives Team sowie Kommunen und Landkreise, die finanzielle Unterstützung leisten, hob Präsident Gundolf Fleischer, in seiner Begrüßung bei der Jahresversammlung des Trägervereins Nordic-Center Notschrei hervor. Der nordische Skisport und das Nordic Center als Olympiastützpunkt und Bundesstützpunkt hätten derzeit Hochkonjunktur, obwohl auf Bundesebene Stützpunkte weggefallen seien. Es werde sehr kostensparend gearbeitet.

Betriebsleiter Walter Rombach berichtete von sehr vielen Wettkämpfen, Aktivitäten und Trainingsveranstaltungen sommers wie winters. Ob Deutschlandpokal, Swiss-Cup, Schwarzwaldmeisterschaften mit knapp 300 Teilnehmern, Deutsche Meisterschaften, Jugend trainiert für Olympia, ob TSG Hoffenheim-Trainingslager, Notschreilauf oder der Alpen-Cup mit 80 Teilnehmern aus Tschechien, Polen, Italien und Österreich – das Nordic Center sei ein Zentrum für nordischen Skisport, das von allen Teilnehmern und Trainern hoch gelobt werde. Skiverbände aus Bayern, Ostdeutschland oder den Alpenländern bestätigen, dass hier eine hochanspruchsvolle und schwierige Strecke besteht. Nicht nur Leistungssportler zeigten sich begeistert von den Trainingsbedingungen, auch Breitensportler seien bestens aufgehoben.

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Der große Sommerwettkampf im September, der Alpen-Cup, habe gezeigt, dass die Anlage auch in der schneelosen Zeit reizvoll für Wettkämpfe sei, die dann auf Skirollern ausgetragen werden. Die Aktivitäten im Sommer will Walter Rombach gerne ausbauen, um eine optimale Betriebsdauer zu erreichen. Rainer Kiefer von der Nordic-Schule und DSV-Skiakademie sprach von einem großen regionalen und überregionalen Interesse. Die Universitäten Heidelberg, Konstanz, Freiburg und andere absolvieren ihre Ausbildung im Nordic Center, und auch die touristische Nutzung sei enorm hoch. Durch das offene Kindertraining habe man zudem einige Leistungssportler hervorgebracht. Im Sommer arbeiteten Rombach und sein Team an der Wartung der Schneekanonen, bauten einen Unterstand sowie neue Gewehrstände mit dem Skiclub Wieden und organisierten ein Helferfest. Rombach hob hervor, dass das ehrenamtliche Engagement in den letzten Jahren sogar zugenommen habe.

Im Dezember wurde technischer Schnee hergestellt und gelagert, bis Ende März sei die Schneesicherheit gewährleistet, so Rombach. Andreas Wießner, der stellvertretend für den erkrankten Vorsitzenden Klaus Vosberg die Sitzung leitete, berichtete vom geplanten "Snowfarming", wie es seit einigen Jahren in vielen Wintersportzentren betrieben werde. Dabei wird – auch vorproduzierter – Schnee angehäuft und auf der großen Fläche neben dem Multifunktionshaus gelagert. Unterstützt werde das Projekt vom Lawinenforschungszentrum Davos. Satzungsänderungen sowie den von Schatzmeister Andreas Klauser vorgestellten Wirtschaftsplan beschloss die Versammlung einstimmig.

Wahlen: Zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden wurde Georg Behringer, Schriftführer Ludwig Lorenz, Vertreter der Stadt Freiburg (Leiter Sportreferat) Herbert Mayer, Vertreter des Skibezirks IV Tilman Horlacher, Vertreter Skibezirk V Norbert Asal.

Info: Notschreilauf am 4. und 5. März. Internet: http://www.nordic-center-notschrei.de

Autor: kr