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13. November 2017 15:43 Uhr

Millionen-Investitionen am Feldberg

Mit Hightech zu besserem Trinkwasser

In Brandenberg und Fahl verbessern ein neuer Hochbehälter und eine weitere Anlage die Versorgung der Bürger.

  1. Wassermeister Walter Maier erklärt die neue Technik. Foto: Martin Klabund

  2. Das gereinigte Trinkwasser wartet im Vorratsbecken auf seinen Abruf. Foto: Martin Klabund

Mit einer Ansprache von Bürgermeister Andreas Wießner wurde am Freitag die Fertigstellung der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Fahl und des Hochbehälters Brandenberg gefeiert. Sie helfen die Trinkwasserversorgung sicherzustellen.

Zahlreich versammelten sich die an diesem Projekt beteiligten Dienstleister, Ortsvorsteher, Vertreter der Baufirmen und des Landratsamtes. Für die Verteilung des Trinkwassers in ganz Todtnau stehen jetzt 19 Hochbehälter zur Verfügung. Die eingeweihte Aufbereitungsanlage in Fahl bereitet das Wasser chlorfrei auf, entsäuert das Trinkwasser und schützt damit die Leitungen der Endverbraucher vor Schäden, da zu saures Wasser Kalk aus dem Boden zieht, der wiederum Schäden am Leitungsnetz verursachen kann.

Nach der Entsäuerung durchläuft das Wasser noch einen UV- und einen UF-Filter und wird dann im Auffangbecken gespeichert. Wie wichtig es ist, die Qualität des Trinkwassers für die Bürger sicherzustellen, erläuterte auch die Hygieneinspektorin Anja Domann vom Landratsamt Lörrach. "Wir führen eine vierteljährliche mikrobiologische und eine jährliche chemische Laboruntersuchung durch, um zu sichern, dass die Qualität des Trinkwassers höchste Ansprüche gewährleistet". Der neue Hochbehälter Brandenberg stellt der Gemeinde zwei Becken mit je 100 Kubikmetern sauberem Trinkwasser zur Verfügung.

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Der Bau der Aufbereitungsanlage Fahl und des Hochbehälters Brandenberg begann im Jahr 2012. Dafür wurden 2,6 Kilometer Verbindungsleitungen gelegt, die Kosten belaufen sich auf 1,93 Millionen Euro. Dabei werden die jeweiligen Bauabschnitte je nach Art mit 30 bis 74 Prozent vom Land bezuschusst. Auch der Ortsteil Herrenschwand kann sich freuen, herrschte dort schon seit Jahren immer wieder eine Trockenheit, die es regelmäßig erforderlich machte, Tankwagen mit Trinkwasser zu liefern, hieß es.

Seit einigen Wochen kann nun dieses Wasser auf Knopfdruck angeliefert werden. In Kürze wird dies automatisch geschehen. Die Stadt Todtnau und die EOW (Energieversorgung Oberes Wiesental) haben damit seit 1992 rund 8,8 Millionen Euro in die Wasserversorgung auf der Gemarkung Todtnau und den Teilgemeinden investiert.

Den Anwesenden wurden viele technische Details durch den Wassermeister und den Technischen Betriebsleiter der EOW, Walter Maier, nähergebracht. Die Gäste konnten sogar einen seltenen Blick auf die Behälter mit Trinkwasser erhaschen. "Der Zutritt ist normalerweise streng verboten und wird auch durch eine moderne Sicherheitsanlage verwehrt", so Walter Maier. "Wir betreiben die Anlage mit insgesamt drei Personen und haben noch Personal bei größeren Störungen in Reserve", so Maier weiter. Die Betriebssicherheit mit der bestmöglichen Qualität müsse gewährleistet sein – "wir freuen uns sehr, dass die EOW diese Aufgabe nachhaltig und vorbildlich meistert", sagte Bürgermeister Andreas Wießner.

Autor: Martin Klabund