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31. Januar 2012

Närrischer Krimi: "Keiner verlässt den Saal"

Eine runde Sache: Beim Kappenabend des Todtnauer Wagenbauzinkens "Mühliwinkel" ging es recht turbulent zu.

  1. Die Geehrten im Einsatz: Polizist Herbert Maier und Spurensicherer Werner Laitner (von links), seit 20 Jahren Wagenbauer beim Mühle-Winkel Foto: Karin Maier

  2. „Narrenoberbollizischt“ Noldi Seger und Mühliwinkel-Polizist Alfred Bernauer (v. links). Foto: Karin Maier

TODTNAU (zubi). "Keiner verlässt den Saal!" Der Anordnung der "Mühle-Winkel-Kriminalpolizei Heinz Großmann und Esther Großmann konnte getrost Folge geleistet werden beim Kappenabend des Wagenbauzinkens Mühle-Winkel (alemannisch: Mühli-Winkel). Der Abend unter dem Motto "Tatort Mühliwinkel" in der "Sonne" war kurzweilig, unterhaltsam, sehr gut besucht von "Opfern" und "Tätern" und alles in allem eine runde Sache. Den Tanz eröffnete Mühle-Winkel-Polizist und Zinkenvogt Alfred Bernauer zur stimmungsgeladenen Musik von Peter Böhnke – der angekündigte Tobias Böhler war kurzfristig "eingebuchtet" worden. Den Auftakt machte der Zinken der "Schönebirzler", dieses Mal leider nicht mit einem Tanz, sondern einem Sketch. Heinz Kilian trat als strafversetzter, schnapsdrosseliger neuer Pfarrer ("mit dem Zeug zum Gefängnispfarrer", wie Zinkenvogt Alfred Bernauer im Anschluss attestierte) und Roland Eckert als Mesner "Fürchtegott" auf. Die Brandbächler lieferten sich unter anderem einen Bandenkrieg in ihrem von Oberzunftmeiste Jürgen Wehrle erzählten, spannenden "Wirtschaftskrimi". Dazu gehörte eine Flucht aus dem Fenster, drei Engeln für Charly, ein sachkundiger Ortspolizei – Noldi Seger – und Sherlock Holmes.

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Die Chlai-Basler machten einen kurzen und knackigen Auftritt mit Norman Steiger als Richter und Joachim Steiger als Hochbetagte. Von Grund auf verdächtig machten sich die abwesenden Brandenberger am "Mord" des Mühle-Winkel -Zinkenvogts, doch auch die übrigen Wagenbau-Zinkenchefs gerieten ins Kreuzverhör der Mühle-Winkel-Kriminalpolizei und "Narrenoberbollizischt" Noldi Seger mochte plötzlich nichts mehr ohne seinen Anwalt sagen.

Unterwegs waren neben zwielichtigen Gestalten der Zünfte und Zinken auch mehr oder minder "blutverschmierte" Spurensicherer, zum Beispiel in Gestalt der Böllener Belchengeister, die Zunfträte als verdächtige Gärtner ("Der Mörder ist immer der Gärtner"), die Bürsten- und Besenbinder mit Absperrband und den Tatwaffen (natürlich Zahnbürsten), drei brandbacheigene Engel für "Noldi" und sogar eine Wasserleiche.

Für jeweils 20-jährige Mitgliedschaft beim Zinken Mühle-Winkel wurden Herbert Maier und Werner Laitner ("Gendo") geehrt. Über den "Freigang" und den als Special-Guests angekündigten Fanfarenzug der Todtnauer Zundelmacher freute sich nicht nur Mühle-Winkel Zinkenchef Alfred Bernauer.

Autor: zubi