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22. Januar 2016

Neues Standbein in Indien

Justizminister Stickelberger (SPD) besucht Firma Zahoransky / Tradition und Fortschritt vereint / Kompliment für Unternehmertum .

  1. Prominenter Besuch (von links): Gerhard Steinebrunner, Ulrich und Heinz Zahoransky, Rainer Stickelberger; dahinter Andreas Wießner, Sabine Steinebrunner, Gerhard Burgath, Michael Held, Begona Cobas und Christiane Cyperrekt vom Wahlkreisbüro Foto: ulrike jäger

TODTNAU-GESCHWEND. Seit seinem letzten Besuch in der Neubauphase der Firma Zahoransky hat sich viel getan, und Landesjustizminister Rainer Stickelberger (SPD) zeigte sich bei seinem Besuch der Firma in Todtnau-Geschwend entsprechend beeindruckt. Nach einem Rundgang durch die Fertigungsanlage sagte der Landtagsabgeordnete am Freitag: "Großes Kompliment – an die Firmenleitung, den Betriebsrat und die Mitarbeiter."

Man merke, dass ein gutes Betriebsklima herrsche, Betriebsrat und Unternehmensleitung gut zusammenarbeiteten und die Mitarbeiter stolz seien, in diesem weltweit agierenden Unternehmen beschäftigt zu sein, sagte Stickelberger. Heinz Zahoransky merkte an, dass es Mitarbeiter gebe, die bereits in der vierten Generation der Familie hier arbeiteten.

Zahoransky sei ein Aushängeschild nicht nur für Todtnau und die Region, sondern auch für Baden-Württemberg. Nicht nur von der "riesigen Produktpalette" zeigte sich Stickelberger beeindruckt, auch vom Niveau der Berufsausbildung. Hier gebe es ein großes Engagement und eine hohe Qualität.

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Sein Kompliment ging auch an die Stadt Todtnau, und Bürgermeister Andreas Wießner betonte, dass die Verlagerung der Firma aus der Stadtmitte nach Geschwend auch die positive Wirkung gehabt habe, dass im Rahmen der Stadtsanierung auf dem frei gewordenen Gelände neben dem Rathaus sowohl ein Gesundheitszentrum und 20 barrierefreien Wohnungen als auch in naher Zukunft das Besucherzentrum des Biosphärengebietes untergebracht seien. Stickelberger fand, dass es fast ein Alleinstellungsmerkmal sei, als Weltmarktführer aus einem Biosphärengebiet zu kommen. Vorstand Ulrich Zahoransky sagte, dass man auch "Die Schwarzwald AG" genannt werde. Geschäftsführer Gerhard Steinebrunner erklärte, dass man mit dem Neubau einen Schritt vom Handwerksbetrieb in eine fortschrittliche Betriebsstätte getan habe. Die Konkurrenz sei groß, weswegen auch das neue Standbein in Indien ein wichtiger Schritt sei, um nah beim Endkunden zu produzieren. In Indien würden neue Arbeitsplätze geschaffen; das sichere auch die hiesigen Arbeitsplätze.

Der Bürstenmaschinenhersteller Zahoransky ist in vielen Ländern präsent. Ulrich Zahoransky erklärt, dass die anderen Kulturen eine Herausforderung an ein mittelständisches Unternehmen darstellten. Die Aufhebung des Embargos gegen den Iran sei ein wichtiger Schritt auch für den Maschinenbau, sagte Stickelberger zur aktuellen Situation und stellte fest, dass nicht nur Schwaben gute Tüftler seien, sondern auch gerade im Schwarzwald weltweit agierende mittelständische Unternehmen zu Hause seien.

Zahoransky AG

733 Mitarbeiter beschäftigt die Zahoransky AG, 60 Prozent des Umsatzes werden in Europa generiert, gefolgt von 17 Prozent in Asien und 15 Prozent in Nordamerika. Der Umsatz des Maschinenbauers sprang von 54 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 84 Millionen im Jahr 2015. Die Firma wurde 1902 von Anton Zahoransky gegründet und wird in dritter Generation als Familienunternehmen geführt. In Todtnau werden Bürsten- und Verpackungsmaschinen hergestellt. Produktionsstandorte befinden sich in Todtnau-Geschwend, Freiburg, Rothenkirchen, Spanien und Indien. Service- und Vertriebsstätten gibt es in Chicago, Hongkong, Schanghai, Kobe und Sao Paolo. Die Firma Zahoransky unterstützt soziale Projekte und unterhält eine Unterstützungskasse für Mitarbeiter.  

Autor: kr

Autor: Ulrike Jäger