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30. Januar 2012
Robert Karle gibt das Kommando ab
Wechsel nach zwölf Jahren an der Abteilungsspitze der Feuerwehr Todtnau / Gerd Henseleit zum Nachfolger gewählt.
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Ausgezeichnete Feuerwehrmänner: Geehrt wurden (v.l.) Christoph Glaisner, Achim Franz (10 Jahre), Roland Dörflinger, Thomas Wietzel (20 Jahre) und Georg Steck (30 Jahre) für langjährige Treue. Foto: Felix Held
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Kommandoübergabe: Der bisherige Kommandant der Feuerwehr Todtnau, Abteilung Todtnau, Robert Karle (links) gab nach zwölf Jahren die Leitung ab an Gerd Henseleit (rechts). Foto: Felix Held
TODTNAU. Denkwürdig und emotional verlief die 153. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Todtnau. Nach zwölf Jahren gab Abteilungskommandant Robert Karle sein Amt an der Spitze der Abteilung Todtnau ab. Zu seinem Nachfolger wurde mit einer Enthaltung Gerd Henseleit gewählt.
Am Ende der Versammlung machten die Feuerwehrmänner und -frauen ihrem scheidenden Kommandanten ein besonderes Geschenk: Mit einer mit Musik unterlegten Bilderpräsentation ließen sie die zwölf Amtsjahre von Robert Karle nochmals Revue passieren. Dabei wurde deutlich, was diesen in seiner Zeit an der Spitze der Abteilung ausgezeichnet hatte. Egal ob bei Übungen, Festivitäten, Ausflügen oder im Ernstfall, immer war Robert Karle engagiert dabei, wie Bilder in Einsatzuniform, aber auch verkleidet beim Theaterspielen oder als Angeklagter beim Todtnauer Narrengericht belegten.So bekannte auch Robert Karle selbst in seiner Abschiedsrede, dass es stets sein Ziel gewesen sei "zu gestalten und nicht nur zu verwalten." Dass er diese Rolle trefflich auszufüllen wusste, bewies zum Beispiel das 150-jährige Jubiläum der Wehr, das unter seiner Regie zu einem vollen Erfolg wurde.
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Aber auch vor schwierigen Aufgaben wie der Neuordnung des Abschnitts Todtnau – mit zum Teil schmerzhaften Entscheidungen wie der Auflösung von Wehren in den Ortsteilen - versteckte sich Karle nicht. Am wichtigsten sei für ihn allerdings, dass "in den Jahren, in denen ich an der Spitze gestanden bin, nie jemand in Ausübung seiner Pflicht zu Schaden gekommen ist".
Karle dankte allen, die ihn während seiner Amtszeit unterstützt hatten. Wie hoch sein Ansehen in der Wehr ist, zeigte sich auch darin, dass bis auf einen Entschuldigten sämtliche Aktiven der Todtnauer Feuerwehr zur Jahreshauptversammlung erschienen waren. Auch Bürgermeister Andreas Wießner lobte den Einsatz von Robert Karle und erinnerte daran, dass in seiner Amtszeit drei neue Gerätehäuser im Abschnitt Todtnau gebaut worden seien. Zudem konnte erst im vergangenen Jahr ein neues Feuerwehrauto in Todtnau in Dienst gestellt werden. Abschnittskommandant des Abschnitts Todtnau bleibt Robert Karle noch bis zur Abschnittsversammlung am 31. März, dann wird er auch dieses Amt abgeben.
Ihm sei es wichtig gewesen, dass in Zukunft die Arbeit zwischen dem Abteilungskommandanten und dem Abschnittskommandanten aufgeteilt werden könne, so Karle. Er selbst fand aus beruflichen Gründen keine Zeit mehr, um die Ämter voll ausfüllen zu können.
Karle bleibt der Abteilung aber erhalten. So wird er in Zukunft wieder als Löschzugführer fungieren. Auch die Veteranenabteilung der Feuerwehr Todtnau, sämtliche Abschnittswehren inklusive der Feuerwehren Wieden und Utzenfeld, sowie das Rote Kreuz, die Bergwacht, der Skiclub Todtnau und die Stadtmusik Todtnau dankten Robert Karle für die gute Zusammenarbeit.
Sein Nachfolger Gerd Henseleit dankte der Versammlung für das Vertrauen, dass ihm durch das eindeutige Wahlergebnis entgegengebracht wurde. Bei den Wahlen wurden zudem Riccardo Abbate und Stefan Dietsche neu in den Ausschuss gewählt.
Im Bericht über das Einsatzjahr des Abschnitts Todtnau erklärte Schriftführer Achim Franz, dass 2011 ruhiger verlaufen sei als 2010. So musste die Wehr 30 Mal ausrücken und hatte dabei sämtliche Spektren vom Brand, über technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Verkehrsregelung bei Festen oder Insektenbeseitigung abzudecken. Zudem wurde eine Grundausbildung und ein Funkerlehrgang angeboten.18 Übungen hielt die Wehr zudem ab, wobei die Probenbeteiligung bei 81 Prozent lag.
Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz, so gab es einen Familieausflug ins Besucherbergwerk Finstergrund in Wieden und einen Almbrunch auf dem Gisiboden. Die Feuerwehr Todtnau zählt 44 Aktive mit einem Altersschnitt von 37,5 Jahren. Dass der Wehr um die Zukunft nicht bange sein muss, machte Jugendleiter Matteo Abbate deutlich. Derzeit zählt die Jugendfeuerwehr Todtnau 25 Mitglieder. Erfolgreich waren sie beim Leistungsspangenwettbewerb. 15 Prüflinge bestanden zudem die Jugendflamme Stufe I. Neu in die Aktivwehr aufgenommen wurde Robert Lohmüller. Die Aktivwehr musste im vergangenen Jahr vier Austritte verkraften. Finanziell machte die Abteilung im vergangenen Jahr ein leichtes Plus, wie Kassier Stefan Dürr berichtete. Im Anschluss an die Versammlung unterhielt die Laienspielgruppe das Publikum mit einem Theaterstück.
Todtnauer Feuerwehrmann des Jahres 2011 ist Hansjörg Steinebrunner zum . "Er ist ein Kamerad, von dem fast alle sagen: Das ist ein Pfundskerle", begründete Karle die Wahl.
EHRUNGEN
Christoph Glaisner, Achim Franz und Steffen Lehr wurden für 10-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Bronze mit bronzenem Lorbeerkranz und eingravierter Jahreszahl geehrt. Die Ehrennadel in Silber mit silbernem Lorbeerkranz und eingravierter Jahreszahl für 20-jährige Mitgliedschaft erhielten Roland Dörflinger und Thomas Wietzel. Die Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Jahreszahl erhielt für 30 Jahre aktiven Dienst Georg Steck.
Autor: lix
Autor: Felix Held


