Run auf die Schweinshaxen

kr, bz

Von Ulrike Jäger & BZ-Redaktion

Di, 04. September 2018

Todtnau

Feuerwehr setzt beim Waldfest kulinarische Glanzlichter.

TODTNAU-TODTNAUBERG (kr). So voll wie lange nicht erschien der Festplatz auf der "Berger Höh" beim Waldfest des Feuerwehrvereins Todtnauberg am "erschde Sunndig im September". Zahlreich aufgestellte Zelte und Schirme sollten die Besucher vor der kühlen Luft schützen – und vor dem Regen, der dann aber zum Glück gar nicht stattfand. Viele Gäste waren zu Fuß aus allen Richtungen zum lauschigen Plätzchen gewandert, doch auch den tollen Service der kostenlosen Zubringerbusse nahmen die Besucher gerne in Anspruch.

An den Ausgabetheken zeigten handgeschnitzte Holzschilder das vielfältige Angebot an, und die Feuerwehrmitglieder zapften oder brutzelten, was das Zeug hielt. Zum ersten Mal gab es neben den bekannten Steaks, Gschwelldi mit Bibbelekäs oder Kesselfleisch hundert knusprig gegrillte Schweinshaxen, die auch gleich reißenden Absatz fanden. Für saubere Tische sorgten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die fleißig Geschirr und Gläser abräumten und wegtrugen. Feuerwehrkommandant Benno Wunderle mit seinem Stellvertreter Michael Brender freute sich über die so zahlreich erschienenen Gäste. "Sie alle unterstützen unsere Arbeit, dafür danken wir", sagte Wunderle. Ebenso freute er sich, dass der Dirigent der Trachtenkapelle Todtnauberg, die zum Frühschoppen aufspielte, gleichzeitig einen hervorragenden und noch dazu kostenlosen, wie Wunderle schmunzelnd anmerkte, "Animateur" abgab. Denn Ralph Stellbogen glänzte nicht nur mit witzigen Anekdoten, sondern forderte die Besucher auch immer wieder dazu auf, beim Essen und Trinken nicht zu sparen und auch, Lose zu kaufen. Denn in der mit 300 Preisen größten Tombola im Südschwarzwald, wie die Feuerwehr immer betont, gab es wieder tolle Sachen zu gewinnen: eine handgearbeitete Holzbank, Bassboxen oder Kaffeemaschinen zum Beispiel.

Nach der Trachtenkapelle Todtnauberg hatten die "Finstergrundmusikanten" aus Wieden ihren Auftritt und unterhielten die Gäste am Nachmittag. Zum Kaffee gab es am Stand der "Beeriwieber" leckere, hausgemachte Kuchen und Torten.

Seinen Ursprung hatte das Fest vor 40 Jahren in einem Informationstag des Forstes. Mit Unterstützung der Feuerwehr entwickelte sich die Veranstaltung zu einem der beliebtesten Feste in der Region. Und so durfte auch beim diesjährigen Fest eine Ausstellung von entsprechenden Zettler-Traktoren und Landmaschinen ebenso wenig fehlen wie die forstlichen Vorführungen des Forstbetriebs Frank Formanski. Mit dem Hubsteiger in luftige Höhen gebracht wurden hier Baumsägearbeiten an den obersten Ästen einer Tanne gezeigt.