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28. Januar 2012

TALUF, TALAB: Zell - Paris

Was haben Zell und Paris gemeinsam? Ganz einfach: Die Bahnverbindung. Man steigt in Zell ein, in Basel um, und in Paris aus. Nicht nur wegen dieser Verbindung ist die S-Bahn für Zell ein enormer Standortvorteil, mit dem sich die zwecks Steuereinnahmen so dringend gesuchten Neubürger locken lassen sollten. Schade ist nur, dass Bahnfahrer aus Zell, die in Paris weilen, schon rechtzeitig wieder an die Heimfahrt denken müssen, wenn sie nicht um halb Zwölf in Schopfheim mit Heimweh enden wollen. Für Bürgermeister Rümmele und Pro Schiene ist der Kampf um die späten Züge ein Dauerbrenner. Jetzt hat auch Schopfheim wieder einen Vorstoß unternommen. Die Region soll sich einigen, sagt die Nahverkehrsgesellschaft . Rümmele hat die Lösung: Auf der Strecke Lörrach-Steinen müsste samstags während 12 Stunden der Halbstundentakt statt dem Viertelstundentakt akzeptiert werden, dann wären die benötigten Kilometer frei, um die beiden Spätzüge bis Zell durchfahren zu lassen. Verbündete gelte es zu finden. Man sollte nicht meinen, dass das so ein Problem ist. Es fällt wohl noch immer schwer, sich als gemeinsame Region zu verstehen. Interkommunale Zusammenarbeit klingt gut, aber in der Praxis ist es nicht so einfach, wie sich auch am Beispiel Zell und Oberes Wiesental zeigt .

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Autor: Hermann Jacob