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28. April 2011

Trachtenkapelle läutet Jubiläum ein

Doppelkonzert mit Gästen aus Freiburg zum Auftakt der Feierlichkeiten in Todtnauberg.

  1. Regen Anklang beim Publikum fand der Gastauftritt des Musikvereins Freiburg-Hochdorf, der unterstützt wurde vom Todtnauberger Simon Sütterlin (rote Weste) an der Pauke. Foto: Ulrike Jäger

TODTNAU-TODTNAUBERG (kr). Das Jubiläumsjahr der Todtnauberger Trachtenkapelle ist eingeläutet, und zum Auftakt der Veranstaltungen zum 90-jährigen Bestehen gab es an Ostern gleich ein Doppelkonzert. Der Musikverein Freiburg-Hochdorf war zum Osterkonzert ins Kurhaus gekommen.

Sein musikalischer Leiter ist in Todtnauberg kein Unbekannter: Matthias Pietsch war früher der Dirigent der Trachtenkapelle Todtnauberg. So lässt sich leicht erklären, warum das Orchester aus Freiburg gerne die Einladung annahm. Gleich mit dem ersten Lied "The Saint and the City" von Jacob de Haan zeigten die Freiburger ihre Vielseitigkeit und beeindruckten die Zuhörer im vollbesetzten Kurhaus. Gewaltig klingt das Stück, das von Bedrohung, Hoffnung, Kampf und Sieg erzählt, wie Ansager Markus Bourquin erklärte. Für kräftige Paukenschläge war ein Todtnauberger zuständig, Simon Sütterlin, sonst eigentlich in der Todtnauberger Trachtenkapelle an den Schlaginstrumenten, hatte an diesem Abend alle Hände voll zu tun und spielte bereits im ersten Teil des Konzertabends bei den Freiburgern mit.

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Verwunderte Blicke gab es, als zarte Saxophontöne erklangen, denn die Solistin war zunächst gar nicht zu sehen. Melanie Bourquin stand mit ihrem Es-Altsaxophon auf der Empore des Todtnauberger Kurhauses und spielte die "Saxophone Melody Nr. 10" von Philip Glass mit viel Gefühl. "Minimalistisch nennt man diese Art von Musik", erklärte Markus Bourquin, und zwei solcher minimalistischer Musikstücke sollten folgen: Rasant mit Matthais Binninger am Baritonsaxophon und wahrlich minimalistisch mit Roland Schätzle am Tenorsaxophon. Überhaupt spielte das Saxophon bei den Freiburgern eine große Rolle. Mit dem "Saxophone Jubilee" von Harm Evers begeisterte der Register das Publikum. Mit dem flotten Walzer "Freikugeln" von Johann Strauss beendete das Gastorchester, nach einer Zugabe, seinen Auftritt und erhielt viel Applaus.

Der Vorsitzende der Todtnauberger Trachtenkapelle Thomas Braunsberger überraschte den Vorsitzenden des Musikvereins Edwin Schwerzinger mit einem Geschenk als Dankeschön fürs Kommen, er überreichte ihm einen Geburtstagskalender. Anne-Kathrin Hammerlik hatte 2000 Fotos von der Trachtenkapelle und in und um Todtnauberg geschossen, zwölf davon zieren nun die 12 Kalenderblätter. Auch die Todtnauberger zeigten an diesem Abend ihre musikalische Vielfalt unter der bewährten Leitung von Ralph Stellbogen. Ebenso bewährt sagte Dietmar Schubnell die Stücke an und gab hilfreiche Erklärung zu deren Interpretationen.

Unter die Haut ging es gleich zu Beginn mit "Killing me softly", um dann mit monumentaleren Stücken fortzufahren. Mit dem Stück "Silva Nigra" von Markus Götz ging es aus dem Schwarzwald mit dem japanischen Volkslied "Sakura", das von der Kirschblüte erzählt, ins Land des Lächelns, um mit dem Konzertmarsch "Die Sonne geht auf", dem "Mariechen-Walzer" und der böhmischen Polka "Wir Musikanten" den Konzertabend schwungvoll zu beenden.

Auch hier wurden die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen und erhielten begeisterten Applaus. Das Jubiläumsjahr der Todtnauberger Trachtenkapelle wird noch mit vielen weiteren Veranstaltungen ausgiebig gefeiert (wir berichten noch).

Autor: kr