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08. April 2017

Wirkung bis nach Südamerika

Genossenschaftliches Dorfgasthaus "dasrößle" und der gleichnamige Kulturverein finden Nachahmer für ihr Angebot.

  1. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Genossenschaft Dorfgasthaus „Das Rössle“ in Geschwend: Thomas Heger, Ewald P. Dießlin, Daniel Steiger und Dieter Hierholzer (hinten von links); Benno Gridel, Gerlinde Dießlin und Oliver Borngräber (vorne von links) Foto: Karin Maier/Dirk Sattelberger

  2. Das Dorfgasthaus in Geschwend Foto: Sattelberger

GESCHWEND. Das Dorfgasthaus "dasrößle" zog bei seiner Generalversammlung ein positives Fazit. Stolz ist der bisherige Vorsitzende Ewald P. Dießin darauf, in den vier Jahren des Bestehens 6,5 Arbeitsstellen geschaffen zu haben. Der Kulturverein "dasrößle", der seit fünf Jahren das Gasthaus unterstützt, hat sein Team erweitert.

Wachstum und Baustelle
Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ewald P. Dießlin, der nach fünf Jahren im Amt den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen soll, berichtete, dass die Gaststätte und die Gästezimmer gut angenommen werden. "Wir haben sehr gutes Personal und darauf können wir stolz sein", sagte er. Stolz sei man auch auf die rund 6,5 Arbeitsstellen – verteilt auf bis zu 20 Arbeitskräfte –, welche man im Ort geschaffen hat. Dießlin zeigte auch auf, dass das Gastronomie-Geschäft doch sehr sensitiv sei, zumal das genossenschaftliche Dorfgasthaus das spezielle Modell – ohne Wirt – habe. Insbesondere hier seien die Mitarbeitenden der verlängerte Arm der Vorstandschaft. 2016 habe ein positiver Jahresüberschuss erzielt werden können. Parallel wurden jahrelange Bauarbeiten abgeschlossen: Das Tennentor sei 2016 fertiggestellt worden und somit sei auch die Südfassade zur Gartenanlage. Der Stall sei vom Kulturverein hergerichtet worden, sodass dort schon kleine Veranstaltungen haben durchgeführt werden können.

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Im Oktober habe man bereits den kleinen fünfjährigen Geburtstag mit sehr vielen Mitgliedern und Freunden feiern können. 2016 sei die Genossenschaft weiter kräftig gewachsen und aktuell verfügt man mit 181 Mitglieder über 351 000 Euro Kapital, Tendenz steigend. Auch hätten im Berichtszeitraum die Verbindlichkeiten erheblich reduziert werden können. Eine Dividende kann man leider erst auszahlen, wenn der gesamte Verlustvortrag abgebaut ist. Dem kommenden Betriebsjahr sieht die Genossenschaft positiv entgegen und dies, obwohl die Investition für eine neue Durchschubspülmaschine und in die Kassenanlage ansteht.

Lob vom Genossenschaftsverband
Oliver Götz vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband lobte, dass das betriebswirtschaftliche Instrumentarium sehr gut laufe – und dies durch den gesamten Vorstand im unentgeltlichen Ehrenamt. "Insgesamt bin ich sehr erfreut, was hier in den letzten Jahren abgelaufen ist", so Götz."Ich finde das eine ganz tolle Sache für unseren Ort Geschwend, dass wir hier wieder ein Dorfgasthaus haben." "Ihr seid auf einem sehr guten Weg", findet auch Ortsvorsteher Alfred Zielinski.

Nachahmer aus Kolumbien
Das genossenschaftliche Modell mit dem Dorfgasthaus werde oft von Nachahmern angefragt. So besuchen doch einige Interessensgruppen die Genossenschaft, unter anderem sei gerade eben eine kolumbianische Delegation vor Ort gewesen. Höhepunkt seien auch die kulinarischen Wochen gewesen. Der Eintrag im neuen Slow-Food-Führer freue alle, so Dießlin.

Den Vorstand sollen fortan Dieter Hierholzer als neuer Vorsitzender, Daniel Steiger als stellvertretender Vorsitzender sowie Jutta Strohmeier und Rosi Maier im erweiterten Gremium bilden. Den Aufsichtsrat bilden Ewald P. Dießlin als Vorsitzender. Sein Stellvertreter wird Oliver Borngräber.



Kulturverein

Die Vorsitzende des Kulturvereins "dasrößle", Regina Kupper, blickte zurück auf "fünf erfolgreiche Jahre." Es ist uns gelungen, viele Gäste für unsere Veranstaltungen zu begeistern. Ebenso begeistern konnten wir viele Künstler", sagte sie. Entsprechend der Satzung sei es auch möglich gewesen, das Dorfgasthaus finanziell zu unterstützen. Sie dankte dem seit fünf Jahren bestehenden Vorstandsteam. Zuwachs habe das Team bekommen durch Carmen Steiger.

Die Schriftführerin Karin Steiger berichtete unter anderem von Auftritten des Duos Flairborn, der Sonnwendfeier mit der Band Lunatix und der Teilnahme am "Tag des offenen Denkmals" mit Teilnahme aller Vereine des Ortes. Die Kassiererin Rosi Maier teilte mit, dass das Tennentor vom Kulturverein finanziert worden sei. Außerdem habe es bei den kulturellen Veranstaltungen ein kleines Minus gegeben.

Autor: Karin Maier