Torspektakel mit Happyend

Holger Rohde

Von Holger Rohde

Mo, 03. September 2018

Oberliga BaWü

Oberligist FC 08 Villingen trifft sechsmal im Spiel gegen Germania Friedrichstal, fängt sich allerdings auch drei Gegentreffer ein.

FUSSBALL-OBERLIGA. Was für ein Torspektakel vor rund 600 Zuschauern im Friedengrund: Der Vizemeister bot gegen den Aufsteiger offensiven Fußball mit Unterhaltungswert. Zugegeben: Den Villinger Trainer Jago Maric nervten die drei Gegentreffer der Nullachter auf eigenem Platz. Aber angesichts der vielen eigenen Chancen kann man zufrieden feststellen: Es hätten auch acht oder zehn Villinger Tore an diesem Tag werden können. "Wir sind gut gestartet und die beiden frühen Treffer hätten uns eigentlich noch mehr Sicherheit geben müssen", sagte Maric.

FC 08 Villingen – FC Germania Friedrichstal 6:3 (3:1). "Insgesamt war es aber ein verdienter Sieg, bei dem wir uns das Leben in einigen Phasen selbst schwer gemacht haben. Wichtig waren aber die drei Punkte, um den positiven Trend fortzusetzen", sagte Maric, steht doch in dieser Woche daheim gegen den SV Spielberg (Mittwoch um 18 Uhr) die erste englische Punktspielwoche der Saison auf dem Programm.

2:0-Führungen schon nach 16 Minuten

Kameraschwenk zurück in den Friedengrund: Damian Kaminski eröffnete den Torreigen gegen die Germania an diesem Tag mit dem 1:0 in der zwölften Minute. Villingen blieb am Drücker und nutzte die Verschlafenheit der Gäste, die nicht in die Gänge kamen, weiter aus: Benedikt Haibt erhöhte nur vier Minuten später auf 2:0 (16.). Doch die Freude über den Doppelpack währte nicht lange und wenig später verkürzte Claudio Ritter auf 1:2 (18.). In der Folge witterten die Gäste ihre Chance und spürten, dass hier was gehen könnte. Villingen wiederum ließ die eine oder andere Chance leichtfertig liegen. In der 37. Minute schraubte Haibt das Ergebnis allerdings auf 3:1. Damit schienen die Weichen auf Sieg gestellt.

Aber noch gab sich die Germania nicht geschlagen. Patrick Roedling markierte acht Minuten nach dem Seitenwechsel den 2:3-Anschlusstreffer (53.). Die Villinger ließen jedoch keine Zitterpartie zu. Und das hatte einen Grund: Nico Tadic. Der Neuzugang steigerte sich in den letzten 35 Minuten des Spiels zum herausragenden Akteur auf dem Platz und schlug dreimal zu. Zunächst erzielte er in der 56. Minute das 4:2. Nur 120 Sekunden später legte er das 5:2 nach. Das war nach rund einer Stunde Spielzeit die Vorentscheidung. Doch die Konzentration der Villinger schwankte nach wie vor – und Friedrichstal gab noch nicht auf. Die Folge: Kevin Laschuk traf zum 3:5 (72.) für die Gäste. 20 Minuten vor dem Ende ein gefährliches Ergebnis. Doch nun ließen die Gastgeber in der Abwehr nichts mehr zu und setzten in der 88. Minute zum endgültigen Knockout an, als Tadic den 6:3-Endstand markierte.

FC Villingen: Mendes, Stark, P. Haag, Ovuka, Wehrle, Kaminiski (84. Vochatzer), Haibt (58. K. Yahyaijan), Tadic (89. Serpa), Leberer, Y. Haag (46. Bak), Geng. Friedrichstal: Haumann, Diringer, Weiß, Ritter, Di Giorgio, Roedling, Baumgärtner, Calvino (80. Wobbe), Kyei (65. Laschuk), Hauck (60. Gast), Höniges. Tore: 1:0 Kaminski (12.), 2:0 Haibt (16.), 2:1 Ritter (18.), 3:1 Haibt (37.), 3:2 Roedling (53.), 4:2, 5:2 Tadic (56./58.), 5:3 Laschuk (72.), 6:3 Tadic (88.). Schiedsrichter: Satriano (Zell i. W.). Zuschauer: 600.