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10. August 2011
Daniel Wiesner gewinnt EM-Titel
Lörracher Triathlet triumphiert beim Ironman European Championship auf der Langdistanz in der Altersklasse M 35.
TRIATHLON. Einen riesigen Erfolg hat Daniel Wiesner beim Ironman European Championship in Frankfurt gefeiert. Der für das TriTeam Hochrhein startende Lörracher gewann den Wettbewerb auf der Langdistanz in der Altersklasse M 35 und wurde damit Europameister bei den Männern zwischen 35 und 40 Jahren. Die Gesamtstrecke mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen bewältigte er in der Mainmetropole in glänzenden 9:06,34 Stunden – und belegte in der Gesamtwertung Platz 26 unter rund 2300 Teilnehmern.
Zwar hatte Wiesner schon damit geliebäugelt, auf einem Platz unter den besten Fünf Athleten in seiner Altersklasse einzukommen. "Dass ich diese Altersklasse aber dann sogar gewinnen konnte, hat mich dann doch auch selbst überrascht", bilanzierte der Ausdauersportler, nachdem er wieder durchatmen konnte. Schließlich waren die äußeren Bedingungen während des Rennens nicht gerade ideal. So herrschten am frühen Morgen beim Start überaus kühle Temperaturen von unter zehn Grad Celsius. "Beim Schwimmen war es aber in Ordnung, das Wasser war 19 Grad warm", resümierte Wiesner. 56:19 Minuten nach dem Startsprung entstieg Daniel Wiesner dem nassen Element bereits wieder und wechselte im Laufschritt aufs Rennrad.Werbung
Zwar begann es auf der Radstrecke alsbald zu regnen, so dass der Belag rutschig wurde. Trotzdem lief es für den Lörracher lange Zeit gut. Zumindest bis zur 100-Kilometer-Marke. "Dann hatte ich aber leider einen Einbruch", analysierte Wiesner später und bekannte zugleich: "Das Leistungstief war sogar ziemlich heftig, nämlich rund 40 bis 50 Kilometer lang." Allerdings erholte sich der 37-Jährige am Ende wieder. "Aber die Zeit von 4:54 Stunden auf dem Rad war sicher nicht das, was ich mir vorgestellt hatte." Etwa zehn Minuten habe ihn der Einbruch gekostet. "Da musste ich der Kälte und dem starken Wind Tribut zollen."
Gleichwohl führte Daniel Wiesner das Feld in seiner Leistungsklasse nach dem Schwimmen und Radfahren klar an. "Als ich das in der Wechselzone vom Rad zum Laufen gehört habe, hat mich das natürlich noch einmal zusätzlich motiviert, zumal ich mich inzwischen wieder gut erholt hatte – körperlich und mental." Entsprechend flott begann Wiesner die olympische Marathonstrecke. Die Hälfte der 42,2 Kilometer absolvierte er in glänzenden 1:28 Stunden. "Aber ich wusste, dass ich dieses hohe Tempo nicht halten konnte." Dennoch reichte es zu einer Laufzeit von 3:29:46,30 Stunden – und dem Sieg. Allerdings wurde es am Ende fast noch einmal eng. Denn Wiesners ärgster Verfolger, Alexander Kunze (LV Limbach), holte beim Laufen rund zehn Minuten auf und lag im Ziel nach 9:07,26 Stunden lediglich knapp eine Minute zurück.
Starke Leistungen zeigten in Frankfurt zwei weitere Lörracher Triathleten: So belegte Martin Tröndle (TriTeam Hochrhein) in der M 45 Platz 83, was Gesamtplatz 646 bedeutete in 10:42,48 Stunden (Schwimmen 1:23,44/Rad 5:35,38/Laufen 3:29:46,30). Und Frank Couturier (TSV RW Lörrach), einstiger Torjäger des SV Weil, benötigte für Rang 172 in der AK M 40 (Gesamtplatz 660) 10:44,35 Stunden (1:01,06/5:23,55/3:55:47).
Autor: Jochen Dippel
