Gegen Adamis Schlussspurt ist kein Kraut gewachsen

Karl-Hermann Murst

Von Karl-Hermann Murst

Di, 20. Juni 2017

Triathlon

Athlet vom Tri-Team Freiburg siegt beim 10. Sprint- und Jedermann-Triathlon in Riegel / Eva Estler feiert Start-Ziel-Sieg.

TRIATHLON. Der Sprint-und Jedermann- Triathlon über 500 Meter Schwimmen im Riegler Müllerbadesee, 25 Kilometer Rad und 5,5 Kilometer Laufen wurde zum zehnten Mal als Jubiläumsveranstaltung ausgetragen. Hinzu kam in diesem Jahr ein "Supersprinttriathlon" über 180 Meter Schwimmen, neun Kilometer Rad und zwei Kilometer Laufen, der für Einsteiger gedacht war, aber mit 18 Teilnehmern sehr wenig angenommen wurde.

Bei besten Bedingungen gewann bei den Frauen die 18-jährige Abiturientin Eva Estler aus Tübingen mit einem Start-Ziel-Sieg. Bei den Männern wurde Florian Adami vom Tri-Team Freiburg seiner Favoritenrolle gerecht und entschied durch eine starke Schwimm- und Laufleistung den Wettkampf zu seinen Gunsten.

Veranstalter TV Riegel konnte mehr als zufrieden sein. Der Wettergott meinte es sehr gut, und die vielen Zuschauer an der Strecke gingen begeistert mit. 217 Teilnehmer sprangen zunächst in den 23,5 Grad warmen Müllerbadesee. Mitfavorit Florian Adami setzte sich sofort an die Spitze des Feldes und ging so jeder Rangelei aus dem Weg. Adami behielt die Führung und stürmte als Erster in die Wechselzone. Das Radfahren gehört nicht zu seinen starken Disziplinen, und so war es nicht verwunderlich, dass Chris Wehrle (TV Riegel/Tri-Team 2010) mit der schnellsten Radzeit aufschloss und die Führung übernahm. Auch Stephan Petrik (Tri-Team Freiburg) zeigte eine sehr starke Leistung und gehörte nach dem Radfahren zu den Podestanwärtern.

Mit einem satten Vorsprung von 80 Sekunden ging Chris Wehrle auf die 5,5 Kilometer lange Laufstrecke. Ihm war bewusst, dass in Florian Adami ein sehr starker Läufer folgt. Bis etwa 1200 Meter vor dem Ziel konnte Wehrle Position eins behaupten, dann witterte Adami seine Chance, holte auf und zog auf und davon. "Bei mir ging es sehr gut. Das Schwimmen lief wie erwartet. Auf dem Rad ist Chris sehr stark gefahren, da konnte ich nicht mithalten. Auf der Laufstrecke kam ich immer näher, konnte Chris überholen und den Vorsprung ins Ziel bringen," sagte Adami. Chris Wehrle meinte: "Mir fehlte etwas das Lauftraining, das habe ich auf dem letzten Kilometer spüren müssen. Florian war sehr stark auf der Laufstrecke und hat den Sieg verdient." Stephan Petrik verteidigte seinen dritten Platz. Ihm folgten Bent Estler (PSV Tübingen) und Ralf Leonhardt (TNB Malterdingen).

Bei den Frauen gelang Eva Estler ein von Beginn an ungefährdeter Erfolg. Ihre Stärken bewies sie im Schwimmen und Radfahren, wo sie jeweils die Tagesbestzeit aufstellte. Durch eine solide Laufleistung gewann sie unangefochten. " Bei mit lief es sehr gut. Es war hier vor dieser Kulisse ein wunderschöner Triathlon", sagte eine erschöpfte Siegerin. Auf Platz zwei folgte Gertrud Wiedemann aus Bad Krozingen, die nach eigener Einschätzung mäßig schwamm, ordentlich Rad fuhr und mit der Tagesbestzeit im Laufen auf den letzten Kilometern eine Athletin nach der anderen einsammelte. Auf den weiteren Plätzen folgten Karoline Brüstle (TV Neidlingen/TV Mengen), Hannah Schulz (SV Kirchzarten), Sonja Koglin (TV Grenzach) und Maike Jäger (Tri Team Freiburg). Die Wertung ohne Startpass gewann Jil Schäfer (TV Riegel/Tri-Team 2010) vor Lotte Soballa (Tri-Team Freiburg) und Alexa Kaufmann (TV Riegel).

Über die geringe Teilnehmerzahl bei der Premiere des Supersprints zeigten sich die Organisatoren enttäuscht. Sie glauben auch den Grund dafür herausgefunden zu haben. Der Name führe in die Irre. Organisator Markus Gerber sagt: "Es haben sich viele Triathlon darunter einen höheren Schwierigkeitsgrad vorgestellt. Genau das Gegenteil ist aber der Fall."