Wie aus einem Guss

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 16. Mai 2018

Triathlon

Bei strömendem Regen gewinnt Triathlet Andreas Böcherer den Mitteldistanz-Ironman von Aix.

TRIATHLON (BZ). Eine Woche nach seinem Sieg beim Triathlon Buschhütten durfte der Freiburger Profi Andreas Böcherer erneut jubeln. Beim Ironman Pays d’Aix über die Mitteldistanz 70.3 in Südfrankreich zeigte Böcherer vor allem auf dem Rad eine Klasseleistung und gewann das Rennen bei schwierigen Wetterbedingungen in der Gesamtzeit von 3:53:09 Stunden souverän vor den Franzosen Denis Chevrot (3:58:27) und Kevin Maurel (3:58:43).

Nach taktischem Schwimmen in der Spitzengruppe fiel die Vorentscheidung schon nach wenigen Radkilometern der anspruchsvollen Strecke über 1200 Höhenmeter. Beim ersten Anstieg lag Böcherer plötzlich allein vorn. "Ich habe nicht attackiert, sondern einfach in meinen Klettermodus geschaltet", präzisierte er. Die Konkurrenz konnte nicht folgen. Nach 31 Kilometern hatte der 35-Jährige einen Vorsprung von 90 Sekunden, nach 60 Kilometern waren es drei Minuten und am Ende der Radstrecke, die er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,6 Kilometer pro Stunde fuhr, über sechs Minuten – trotz einsetzenden Regens. "Ich hatte bergab das Glück, dass ich die ersten schwierigen Kurven noch bei einsetzendem Regen nehmen konnte, danach ging das Wetter dann richtig los."

Da allerdings war Böcherer bereits auf dem Halbmarathon. "Beim Laufen habe ich mich richtig gut gefühlt und bin auch erstmal ein hohes Tempo angegangen." Die Fünf-Kilometer-Marke erreichte Böcherer unter strömendem Regen in weniger als 16 Minuten. Dann konnte der Freiburger nach Ansage seines Coaches Lubos Bilek etwas Tempo herausnehmen. "Buschhütten und Aix haben gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin", sagte Böcherer. Nun stehen die deutschen Highlights bevor: der Ironman 70.3 Kraichgau (3. Juni), der Challenge Heilbronn (17. Juni) und die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt (8. Juli).