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06. Oktober 2009 20:41 Uhr
Magere Ausbeute
Trockenheit vermiest Pilzsammlern die Saison
Eine große Enttäuschung erlebt, wer dieser Tage mit einem Korb bewaffnet in den Wald zieht. Denn wegen anhaltender Trockenheit wachsen die Pilze bislang nur spärlich. Jetzt hoffen die Sammler auf Regen.
Dabei hatte die Saison gar nicht so schlecht angefangen: Im Frühsommer regnete es ordentlich und die Pfifferlinge schossen aus dem Boden. Bei Pilzen, die im Herbst Hauptsaison haben, sieht es allerdings in diesem Jahr sehr schlecht aus. "Wer derzeit nach Maronen oder Steinpilzen sucht, wird nicht viel Erfolg haben", sagt Pilzexpertin Doris Laber aus Titisee. Die geprüfte Sachverständige berät Pilzsammler.
Eine gute Saison erkennt Laber an der Zahl der Sammler, die ihre Körbe zur Begutachtung vorbeibringen. In diesem Jahr sei erst ein Ehepaar mit einem Korb Steinpilze bei ihr gewesen. "Aber das war wohl eher ein Glücksgriff", sagt Laber. Zwar finde man derzeit den ein oder anderen Pilz – aber die Ausbeute sei doch sehr gering.
Der Waldboden ist ausgetrocknet
Laber zufolge ist die extreme Trockenheit Schuld am akuten Pilzmangel. Der heiße, windige August und der milde September hätten den Waldboden völlig ausgetrocknet. Damit die Pilze doch noch sprießen, müsste der Oktober deutlich feuchter werden. "Ein kurzer Schauer reicht da aber nicht aus", betont Laber. Kräftig und mehrere Tage lang müsste es regnen, um den trockenen Waldboden ordentlich zu durchtränken. Dann könnten die Pilzsammler aus der Region doch noch auf ihre Kosten kommen.
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Kaum Hoffnung auf reiche Ernte kann die Expertin indes den Sammlern in den höheren Lagen des Schwarzwaldes machen. Dort hänge das Ernteglück vor allem davon ab, ob die Temperaturen noch eine zeitlang ausreichend warm blieben. Temperaturschwankungen und Bodenfrost könnten für die diesjährige Pilzsaison das endgültige Aus bedeuten.
Pilzsammler warten auf den Regen
Der Trockenheit zum Trotz haben viele Pilzliebhaber noch nicht die Hoffnung auf eine gute Ernte aufgegeben. "Sobald es zwei bis drei Tage lang richtig kräftig geregnet hat, geht es für mich ab in den Wald", sagt Reiner Ullmann aus Freiburg. Für den Fall, dass die Pilzsaison doch noch in Schwung kommt, mahnt Expertin Doris Laber maßvoll zu sammeln. Richtwert: ein Kilo pro Tag und Kopf. An diese Mengenbeschränkungen solle man sich halten. "Damit auch andere Sammler noch etwas abbekommen."
- Vorschau: Können Pilzsammler auf Regen hoffen?
- St.Blasien: Das Abendessen aus dem Wald
Autor: Nadine Paulus
