Tunau braucht neuen Bürgermeister

Dirk Sattelberger

Von Dirk Sattelberger

Fr, 07. Juli 2017

Tunau

Klaus Rümmele legt sein Amt nieder / Gemeinderat Jörg Lais übernimmt vorübergehend ab 1. August / Wahl am 24. September.

TUNAU. Die zweitkleinste Gemeinde im Verwaltungsverband Schönau braucht einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Klaus Rümmele beendet seine ehrenamtliche Tätigkeit in Tunau vorzeitig zum Ende des Monats. Bis ein Nachfolger gewählt wird, übernimmt vorübergehend Jörg Lais die Amtsgeschäfte im 180-Einwohner-Dorf.

Klaus Rümmele legt sein Ehrenamt vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen nieder. Das hat er vor Kurzem dem Gemeinderat mitgeteilt. Auch das Landratsamt hat grünes Licht gegeben. Klaus Rümmele hatte im Dezember 2012 als Bürgermeister von Tunau angefangen, nachdem er vorher schon ein Mandat im Gemeinderat hatte. "Der Gemeinderat bedauert die Entscheidung sehr, hat aber Verständnis dafür, dass die Gesundheit vorgeht", sagt Dirk Pfeffer, der direkte Vorgänger von Klaus Rümmele und Standesbeamter im Rathaus Schönau.

Die Wahl zum Bürgermeister soll zeitgleich mit der Bundestagswahl am Sonntag, 24. September, stattfinden. Der Wahlsieger soll "baldmöglichst" seine Tätigkeit aufnehmen, heißt es im offiziellen Ausschreibungstext. Als Lohn winkt eine Vergütung von mindestens 849 Euro bis maximal 1636 Euro im Monat – wieviel genau, das legt der Gemeinderat Tunau nach der Bürgermeisterwahl fest. Dirk Pfeffer, der vor Rümmeles Amtszeit acht Jahre lange die Geschicke Tunaus leitete, sagte auf Nachfrage, dass es von Vorteil sei, mit dem aktuellen Geschehen vertraut zu sein oder sich vertraut zu machen. Verwaltungserfahrung, beispielsweise als Gemeinderat, sei ebenfalls von Vorteil. Auch Fleischermeister Jörg Lais, der vorübergehend ab 1. August die Amtsgeschäfte im Rathaus übernimmt, ist derzeit Mitglied im Gemeinderat.

Doch was passiert, wenn sich kein Bewerber finden sollte? Dann können die Wähler einen Namen auf den Blanko-Wahlzettel am 24. September schreiben (sogenannte wilde Wahl). Wer die absolute Mehrheit erhält, gilt als gewählt. Sollte keiner der eingetragenen Namen auf über 50 Prozent der Stimmen kommen, gibt es eine Nachwahl. Auch dafür steht schon ein Termin fest: Sonntag, 8. Oktober.

Und wenn ein "wild gewählter" Bürgermeister das Amt ablehnt, weil er es nie wollte? Dafür muss er gute Gründe vorweisen, etwa eine häufige Abwesenheit wegen beruflicher Tätigkeit. Doch Dirk Pfeffer glaubt derzeit nicht, dass es so weit kommt. "Bisher hat sich immer jemand gefunden", sagt er über die Erfahrungen im Gemeindeverwaltungsverband. Bewerbungen sind möglich ab sofort bis spätestens Montag, 28. August, 18 Uhr. Dazu muss man seine Unterlagen im verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift "Bürgermeisterwahl" bei der Gemeinde Tunau, zu Händen des Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, Dorfstraße 2, 79677 Tunau, einwerfen Das Mindestalter liegt bei 25 Jahren. Bewerben dürfen sich Deutsche oder Staatsangehörige eines anderen EU-Mitgliedslandes.