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05. Juli 2012

Tunnel und Trasse im Endausbau

Im August beginnt die Bahn den Bau der Rampe am Eimeldinger Bahnhof und es gibt Prüf- und Messfahrten im Katzenbergtunnel.

  1. Am Rettungsplatz bei Efringen-Kirchen wird am Schallschutz gebaut, fertig ist die mit Autos befahrbare Gleisanlage im Katzenbergtunnel (Mitte), Projektteamleiter Heiko Siebenschuh erläuterte gestern vor Pressevertretern in Eimeldingen, wie dort der Erschütterungsschutz funktioniert. Foto: langelott

  2. Foto: Langelott

  3. Foto: Langelott

EFRINGEN-KIRCHEN/EIMELDINGEN. Viel hat sich in den vergangenen Monaten auf der Bahnbaustelle zwischen Efringen-Kirchen und Eimeldingen getan. Gleisanlagen, Oberleitungen und weitere technische Ausrüstungen sind weitgehend fertig. Es fehlen nun noch einige Details wie die Vervollständigung der Schallschutzwände. Im August möchte die Bahn mit den Mess- und Prüffahrten im Tunnel beginnen.

Bei einem Pressetermin erläuterten gestern Bahnsprecher Michael Breßmer, Projektteamleiter Heiko Siebenschuh und Thomas Zieger, Projektleiter für das Tunnelbauwerk, den Stand der Dinge an markanten Punkten der Baustelle. Thomas Zieger ließ Pressevertreter einen Blick in die fertige Oströhre und in die Weströhre werfen, in der das Verschweißen der 180 Meter langen Schienenstücke noch nicht abgeschlossen ist. Zu den Details, die noch zu erledigen sind, gehört auch der Einbau der Steuerung für die Löschwasseranlage.

Nach Mess- und Prüffahrten mit speziellen Zügen im Tunnel sollen im Oktober weitere Testfahrten mit speziellen, kurzen Prüf-ICEs folgen. Bevor der Tunnel am 9. Dezember in Betrieb genommen werden kann, muss es auch noch Tunnelrettungsübungen geben, bei denen das Rettungskonzept auf Herz und Nieren geprüft wird. Wann diese Übungen mit der Feuerwehr Efringen-Kirchen stattfinden, konnte der DB-Projektbausprecher aber noch nicht sagen. Ebensowenig konnte er etwas über den Stand der Dinge in den Gesprächen zwischen Bahn und Gemeinde in Sachen Ausrüstung der Feuerwehr sagen. Bekanntlich besteht die Gemeinde darauf, dass die Bahn die Kosten übernimmt, die für speziell zur Rettung bei Notfällen im Tunnel nötige Gerätschaften und Fahrzeuge anfallen.

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Weiter südlich des Tunnels gehen die Arbeiten am sogenannten Rettungsplatz weiter, der von der Feuerwehr im Notfall über die Straße im Martelacker zu erreichen sein wird. Entlang des Rettungsplatzes werden derzeit die Schallschutzwände gestellt.

In Eimeldingen erläuterte Heiko Siebenschuh das Prinzip des Erschütterungsschutzes an der Neubaustrecke. In der Ortslage verlaufen die Schienen dort über eine Länge von 440 Metern in einem mit Neoprenplatten ausgekleideten und mit Schotter aufgefüllten Betontrog, der die Schwingungen durchfahrender Züge aufnehmen soll.

Die Arbeiten der Bahn am Bahnhofsvorplatz sollen im August beginnen. Die Bahn hat dort Stützwände zu bauen, die Treppe und die Rampe zur östlichen Unterführung sowie die Beleuchtung zu erstellen. Die Zeit der Sommerferien sei für diese Arbeiten günstig, hieß es, da der Publikumsverkehr während der Schulferien geringer sei. In acht bis zehn Wochen werde man fertig sein.

Zur Rampe ergänzten die Bahnvertreter , dass das Eisenbahnbundesamt nur eine achtprozentige Neigung verlange, jedoch eine sechsprozentige Neigung realisiert werden, so wie es Bahnchef Rüdiger Grube damals bei seinem Besuch in Eimeldingen versprochen habe. Die Bahn verfüge begrenzt über Eigenmittel, die Mehrkosten der flacheren Neigung würden wohl aus diesem Topf getragen, hieß es. Was in Eimeldingen noch fehlt, sind die Aluminiumschallschutzwände auf den Eisenbahnbrücken und das Einbauen der Nottüren in die Betonschallschutz-wände – derzeit noch als Lücken sichtbar.

Autor: Victoria Langelott


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