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10. Juli 2012

Turmkreuz steht auf faulen Balken

Böse Überraschung bei den Arbeiten an der St. Arbogast-Kirche in Wallburg / Entscheidung über St.Bartholomäus-Treppe noch offen.

  1. Der durchgefaulte Balken, auf dem das Turmkreuz der Wallburger St. Arbogast-Kirche steht, muss erneuert werden. Foto: Herbert  Birkle

ETTENHEIM. Bei der Renovierung an der Wallburger St. Arbogast-Kirche gab es eine böse Überraschung: Auf dem Dach wurde festgestellt, dass die Balken, auf denen das Turmkreuz bisher stand, völlig durchgefault sind und erneuert werden müssen. Deshalb ist weiteres Geld notwendig, wie in der Sitzung des Pfarrgemeinderates deutlich wurde.

Die Balken der Kreuzbefestigung sind auf 60 Zentimeter Tiefe völlig morsch und durchgefault und müssen erneuert werden, wie Gerd Kostanzer, der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates der Kirchengemeinde Ettenheim und Verantwortliche für den Bau, in der Sitzung berichtete. Eine Folge sei auf jeden Fall, dass zumindest am Turm das Gerüst länger stehen müsse. Kostanzer hoffte, dass mit der neuen Meldung über zusätzlich erforderliche Arbeiten nun alle bisher versteckten Mängel gefunden seien. Zusammen mit der Architektin Barbara Martin vom Erzbischöflichen Bauamt und den Handwerkern wurden die erforderlichen Arbeiten besprochen und festgelegt. Der Stiftungsrat habe der Investition bereits zugestimmt. Beschlossen wurden zudem Schneefanggitter. Der Stiftungsrat hoffe, mit dem beantragten und genehmigten zusätzlichen Finanzrahmen von 27 000 Euro auszukommen, so Kostanzer.

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Ob derweil die Treppenanlage der St. Bartholomäus-Kirche in Ettenheim noch dieses Jahr in die Sanierung genommen werden könne, hängt laut Gerd Kostanzer vom weiteren Verlauf der Untersuchungen ab. Das Denkmalamt will zuerst zusätzliche Feststellungen über den Untergrund. Dazu werden die oberen Platten abgenommen, um sie zu erforschen. Erst danach kann festgelegt werden, ob das Denkmalamt dem bisherigen Plan der völlig neuen Errichtung der Anlage (mit den alten, sanierten Platten) zustimmt oder eine andere Lösung vorschlägt. So könne es sein, dass sich die Realisierung der Sanierung verzögert, meinte Kostanzer. Positiv sei der Stand der Spenden für die Anlage, immerhin seien bereits 29 800 Euro eingegangen. Noch 83 Stufen können als Patenstufen belegt werden. Weitere Aktivitäten zur Finanzierung der Anlage werden erfolgen.

Gerd Kostanzer berichtete weiter, dass in Altdorf in ehrenamtlicher Aktivität der Pfarrhausabgang neu gemacht wurde. Wolfgang Ohnemus und weitere Mitglieder der Tennisabteilung haben bei der Helgenstöckle-Kapelle neue Baumbänke errichtet und aufgestellt. An der Michaelskapelle in Ettenheim wurde ein neues Geländer, das gespendet wurde, angebracht.

Einheitliche Regeln für die katholischen Kindergärten

Bisher, so informierte Gerd Kostanzer das Gremium, hatte jeder der fünf katholischen Kindergärten in Ettenheim eigene Leitbilder und Ordnungsregeln, insbesondere für die Aufnahmekriterien. Diese sollen nun innerhalb der Kirchengemeinde Ettenheim auf einen Nenner gebracht und mit der Stadt abgestimmt werden. Insbesondere gelte es die zahlreichen Veränderungen der Angebote – seien es die Zusatz- wie auch die Regelangebote – abzustimmen und sowohl örtlich wie auch für die Gesamtstadt in Einklang zu bringen. Darüber werden derzeit mit der Stadt Ettenheim entsprechende Gespräche geführt. Damit sollen einheitliche Regeln die Aufnahmemöglichkeiten in die katholischen Kindergärten transparent und auch für alle Beteiligten überschaubar machen. Dem Pfarrgemeinderat wird der Entwurf zur weiteren Beratung vorgelegt.

Autor: Herbert Birkle