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17. Mai 2017

Zwischen Schule und Sport

Die Jugend turnt und schwimmt an der Staudinger-Gesamtschule um den Rhein-Main-Donau-Cup.

  1. Rhein-Main-Donau-Cup Foto: Benjamin Resetz

SCHULSPORT. Rund 220 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz gastierten am Montag, anlässlich des alljährlichen Rhein-Main-Donau-Cups, in Freiburg. Im Geräteturnen und Schwimmen gingen die besten Nachwuchsathleten, deren Altersstufen nicht für das Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin startberechtigt sind, an den Start. Dabei warben Organisatoren und Sportler für den erfolgreichen Spagat zwischen Leistungssport und Schule.

Es wurde gesprungen, geturnt, geschwommen und gewetteifert, als sich die jeweiligen Landessieger aus den drei südlichsten Bundesländern zum großen Showdown in Freiburg gegenüberstanden. Am Ende versuchten all jene Schüler, deren Kategorien beim Bundesfinale in Berlin nicht mehr vertreten sind, ihre Chance auf eine länderübergreifende Auszeichnung zu ergreifen. Die Beteiligten zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Wettbewerbe. "Wir haben tollen Sport gesehen", freute sich etwa Birgit Lehmann, Landesbeauftragte für das Geräteturnen. "Ein großes Lob an den Standort Freiburg, der in einer Zeit des schulischen Umbruchs einen super Wettbewerb auf die Beine gestellt hat."

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SC-Fußballerinnen als Musterbeispiel

Bereits am Sonntagabend trafen sich Teilnehmer und Betreuer in der Aula der Staudinger-Gesamtschule zum großen Empfang. Hier durften die jungen Athleten einem Interview mit den U19-Nationalspielerinnen Giulia Gwinn und Janina Minge vom SC Freiburg lauschen. Beide machen derzeit ihr Abitur an der Staudingerschule und berichteten, welch große Hingabe der Spagat zwischen Schule und Leistungssport erfordert – und welche Bedeutung der Wechsel an eine der drei Freiburger Eliteschulen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für ihre Karriere hatte.

Dass beim Rhein-Main-Donau-Cup nicht Sieg oder Niederlage im Vordergrund stehen, erklärt Ralf Strohmeier, Koordinationslehrer des Olympiastützpunkts Freiburg. Für ihn sei es eine echte Errungenschaft, dass sich Schüler heute nicht mehr zwischen Sport und Bildung entscheiden müssten, sondern an Eliteschulen ein duales Angebot ermöglicht werde. "Eine Karriere im Sport neben der Schule ist natürlich mit vielen Fehlzeiten verbunden", weiß der Koordinationslehrer und benennt die Hilfen für junge Athleten. "Die Schüler bekommen während ihrer Abwesenheit das gesamte Lehrmaterial zugesandt und lernen vor Ort in kleinen Unterrichtsgruppen." Rücksicht auf die Doppelbelastung, die gerade bei den beiden SC-Kickerinnen enorm sei, dürfe keine genommen werden. "Umso erstaunlicher, dass die Mädels zu den besten Abiturientinnen ihres Jahrgangs gehören", lobt der Sportlehrer.

Lokalmatadoren aus Freiburg waren bei der 22. Auflage des Rhein-Main-Donau-Cups übrigens keine vertreten. Zu den erfolgreichen Schulen gehörte unter anderem das Isar Gymnasium München, dessen Geräteturner in der höchsten Altersklasse (Jahrgang 2000 und jünger) die ersten drei Plätze belegten. Bei den Mädchen waren das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt und die Heidenheimer Eugen-Gauss-Realschule erfolgreich. Im Schwimmen siegten Schulen aus Unterhaching, Bingen am Rhein und Walldorf.

Autor: Benjamin Resetz