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03. Juli 2012

Turnen, rennen, springen und tanzen

Mehr als 500 Kinder toben sich beim Gaukinderturnfest in Donaueschingen aus / Nur das Wetter erweist sich als Miesepeter.

  1. Turnen vor vielen Augen – da gelingt eine tadellose Grätsche beim Sprung beinahe mühelos. Foto: Dagobert Maier

  2. Die Freude im Gesicht der Kinder ist der schönste Lohn für die Organisatoren. Foto: Maier

  3. Der junge Bursche will hoch hinaus und zeigt einen schönen Strecksprung. Foto: Maier

  4. Beim Gerätevierkampf der Jungen gab es einen Dreifacherfolg für den TuS Rötenbach: Lenard Wehrle (Mitte) siegte vor Roman Hettich (links) und Mathis Beha. Foto: Maier

TURNEN. Das Wetter spielte beim Gaukinderturnfest in Donaueschingen nicht so richtig mit, denn es regnete immer wieder. Die Aktivitäten im Freien wurden dadurch etwas gebremst. Trotzdem ließen sich die mehr als 500 Kinder aus dem Turngau die gute Laune nicht verderben, was vor allem bei der Pendelstaffel und den ohrenbetäubenden Anfeuerungsrufen deutlich wurde. Oberbürgermeister Thorsten Frei hatte am Morgen alle begrüßt und als besonderer Gast konnte am Nachmittag Landtagspräsident Guido Wolf begrüßt werden.

In Donaueschingen ist Gauturnfest, da gehen wir hin. Das war die Aussage der Vereine und sie haben ihr Kommen trotz des schlechten Wetter nicht bereut. Es war ein tolles Erlebnis für die 500 Kinder und die Betreuer. Ausgelassene Stimmung herrschte an der Donauquelle, als die Jungen und Mädchen um die höchsten Punktzahlen turnten, rannten, sprangen und später tanzten.

Wie jedes Jahr bildete die Pendelstaffel zum Ende des Gaukinderturnfestes den Höhepunkt, als zwölf Kinder pro Team (bis 14 Jahre) in 30 Staffeln versuchten, den Staffelstab unter ohrenbetäubenden Anfeuerungsrufen so schnell wie möglich zum Ziel zu bringen. Die Bad Dürrheimer Mannschaft siegte vor dem TuS Rötenbach und dem TuS Bräunlingen.

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Ein geregeltes Durcheinander herrschte in den beiden Sporthallen, in denen die Jungen und Mädchen versuchten, an den Turngeräten die höchsten Punktzahlen zu erzielen. "Komm, das schaffst du", war immer wieder zu hören. Das zeigt, dass trotz des fröhlichen und heiteren Charakters des Turnfestes auch Ansporn und Ehrgeiz nicht fehlten. Für viele Kinder war es der erste Auftritt vor einer vollbesetzten Tribüne, was die Nervosität steigerte und deshalb etliche Übungen etwas schwächer ausfielen als im Training. Trotzdem war die Freude und der Spaß groß, es war ein Freudentag für die Kinder aus mehr als 20 Vereinen.

Neben den Wettkämpfen in der Leichtathletik und dem Turnen gab es auch eine Spielstraße, die allerdings wegen des Wetters in die Kästnerhalle verlegt wurde. Sie erfreute sich großer Beliebtheit. "Es ist eine wahre Freude, wenn man in diese Halle mit den vielen Kindern blickt", sagte Landtagspräsident Guido Wolf und Turnpräsident Gerhard Mengesdorf meinte, dass das Gaukinderturnfest der Einstieg in die Turnfeste sei. Mit 63 Teilnehmerinnen war die Altersgruppe 2003/04 der Mädchen am stärksten besetzt. Hier siegte Helene Kuck (Donaueschingen) mit 50,45 Punkten vor Fanny Kunz (50,20) und Manuela Möller (49,75/beide Bräunlingen). Bei den gleichaltrigen Jungen gewann Moritz Kemmerle aus Furtwangen (49,00) vor Laurin Hofmaier (Hüfingen/48,90) und Simon Link (Furtwangen/48,70). Viel Lob bekamen die Tänze des Schülergruppenwettstreits. Sie zeigten, dass Harmonie, Tanz sowie Rhythmus Begeisterung auslösen können.

Die Freude der 500 Kinder beim Gaukinderturnfest war Dank und Belohnung für den TV Donaueschingen und die Jugendturner, die alles bestens organisiert hatten.

Autor: Dagobert Maier