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04. Juni 2012

Überraschungen in Balve

Langehanenberg und Bettinger siegen bei der DM der Reiter.

BALVE (dpa/lo). Das Springen endete mit einer Überraschung, und auch in der Dressur wurde der Favorit in den Schatten gestellt. Marc Bettinger holte sich am Sonntag zum Abschluss der deutschen Meisterschaft in Balve erstmals den Titel der Springreiter. Zuvor hatte Helen Langehanenberg im Dauerregen ihren zweiten Dressur-Titel gewonnen.

Auf seiner zehn Jahre alten Stute Oh D’Eole setzte sich der 34-jährige Bettinger im Stechen mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt in 34,89 Sekunden durch. Er verwies Mannschafts-Welt- und Europameisterin Janne-Friedrike Meyer aus Schenefeld mit ihrem Top-Pferd Lambrasco (0 Strafpunkte/37,0 Sekunden) auf Platz zwei. Meyer war die herausragende Springreiterin des Wochenendes, denn am Samstag hatte sie sich mit La Coco bereits zum dritten Mal nach 2006 und 2011 den Titel bei den Frauen gesichert. Obwohl die Wettkämpfe nach Geschlechtern getrennt ausgetragen werden, dürfen Frauen bei den Männern starten. Umgekehrt ist dies nicht möglich. Rolf Moormann wurde Dritter. Hans-Dieter Dreher vom Gestüt Grenzland in Eimeldingen kam mit Magnus Romeo in der ersten Wertungsprüfung für die deutsche Meisterschaft am Freitag auf Platz 29 und war am Sonntag nicht im Finalfeld.

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Dressurreiterin Langehanenberg triumphierte nach ihrem Sieg am Samstag im Grand Prix Special auf ihrem Hengst Damon Hill auch am Sonntag in der Kür – und ließ zum zweiten Mal binnen 24 Stunden Titelverteidiger Matthias Rath und Totilas hinter sich. Mit 88,40 Prozentpunkten erhielten die Weltcup-Zweite und Damon Hill soviel Zähler für eine Kür wie noch kein deutsches Paar vor ihnen. Rath musste sich mit 86,75 Prozentpunkten erneut mit Rang zwei begnügen und lag nur 0,25 Zähler vor Kristina Sprehe. Die 25-Jährige wurde auf Desperados wie am Samstag Dritte. Alle drei Paare übertrafen an beiden Tagen die 80-Prozent-Marke – dort, wo die Weltklasse beginnt. Und das zwei Monate vor den Olympischen Spiele. Die Nominierung erfolgt nach dem CHIO Anfang Juli.

Unter den Springreitern waren in Balve nicht alle Olympia-Bewerber dabei, da sie einen anderen Qualifikationsweg haben. Einer der wenigen anwesenden Paare waren Ludger Beerbaum und Gotha. Sie erlebten am Sonntag eine Schrecksekunde, als die Stute auf dem glitschigen Boden stürzte. Sie verletzte sich am hinteren linken Bein. Nach ersten Diagnosen zog sich Gotha nur eine leichte Blessur zu. Auf seinem zweiten Pferd Chiara wurde Beerbaum Vierter.

Autor: dpa