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27. August 2010 09:36 Uhr
Regentief
Überschwemmungen in NRW – Unwetter im Südwesten
Ein Tief hat in Teilen Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens schwere Überschwemmungen verursacht. In Südbaden machte sich das Unwetter im Hochschwarzwald bemerkbar.
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Straßenarbeiter zersägen auf einer Landstraße bei Bad Salzuflen entwurzelte Bäume. Ein Tornado hinterließ am Donnerstagabend eine Schneise der Verwüstung. Foto: dpa
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Feuerwehrmänner kontrollieren in der Nacht zum Freitag in Rheine (Kreis Steinfurt) das mit Sandsäcken verstärkte Ufer eines Regenrückhaltebeckens. Foto: dpa
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Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfsdienst halten in der Nacht zum Freitag in Rheine Lagebesprechung. Foto: dpa
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Ein Feuerwehrmann begutachtet in Laatzen bei Hannover ein Bett in einem mit Wasser vollgelaufenen Zimmer im Untergeschoss eines Hotels. Foto: ddp
Gegen 1 Uhr am Freitag wurden der Polizei Verkehrsbehinderungen gemeldet. An mehreren Stellen der B31, der B500 und der L156 fielen Bäumen und große Äste auf die Fahrbahn. Das Dach des Gasthauses Sonnenmatte wurde durch einen umgestürzten Baum beschädigt. Im gesamten Stadtgebiet Neustadt mussten umgefallene Schilder, Sonnenschirme und Mülleimer zur Seite geräumt werden. Größere Müllmengen lagen auf der Straße. Die Feuerwehr Hinterzarten war bei den Einsätzen in ihrem Bereich mit 16 Mann und drei Fahrzeugen, die Freiwillige Feuerwehr Titisee-Neustadt mit 15 Mann und zwei Fahrzeugen im Einsatz.
Verglichen mit den Auswirkungen in anderen Teilen waren dies aber nur Kleinigkeiten. In Osnabrück und im nahen Kreis Steinfurt wurde zeitweise Katastrophenalarm ausgelöst. Der Ort Stadthagen stand von Donnerstagabend an unter Wasser und wurde komplett gesperrt, das Wasser stand in den Straßen 30 Zentimeter und höher.
Im Stadtgebiet Osnabrücks und im südlichen Landkreis wurden Straßen überschwemmt, etliche Keller standen unter Wasser. Der Pegelstand des Flusses Hase stieg zeitweise auf 2,48 Meter über Normal. Das war der höchste Pegelstand, der jemals im Stadtgebiet gemessen wurde.
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Im Münsterland wurden vier Bahnstrecken wegen Überschwemmungen zeitweise gesperrt. Bei Quakenbrück krachte ein Triebwagen der Nord- West-Bahn in eine Baumkrone, die sich durch Regen und Wind zur Schiene geneigt hatte. Menschen wurden nicht verletzt.
In Bad Salzuflen richtete zudem ein Tornado erheblichen Schaden an. Zwei Häuser wurden teilweise abgedickt, große Bäume entwurzelt.
In Baden-Württemberg machte sich das Unwetter in der Nacht zum Freitag bemerkbar. In Gammertingen im Kreis Sigmaringen fiel nach Polizeiangaben für zwei Stunden der Strom aus, nachdem Bäume auf die Leitungen gefallen waren. 7000 Menschen waren für zwei Stunden ohne Strom.
In Heidelberg stürzten zahlreiche Bäume um, Gullydeckel wurden aus der Straße gehoben und Baustellenabsperrungen fielen um. Ein Baum stürzte auf ein Haus, es entstand aber nur ein geringer Sachschaden. Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.
In Mannheim liefen 80 Keller mit Wasser voll, Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Auch im Rhein-Neckar-Kreis musste die Feuerwehr zu 70 Einsätzen ausrücken. Im Neckar-Odenwald-Kreis gingen ebenfalls zahlreiche Notrufe ein. In Mosbach stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto. Im Morretal bei Buchen musste eine Jugendgruppe mit etwa 40 Kindern und ihren Betreuern aus einem Zeltlager in Sicherheit gebracht werden. Sie kamen in einer Sporthalle der Bundeswehr unter.
- Was kommt? Der Regenradar der Badischen Zeitung
Autor: dpa


