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26. Januar 2009

Deutsche Spuren in China

ÜBRIGENS: Schwarzwälder Wertarbeit

Helmut Matt aus Tutschfelden liebt China. Das Land der Symbole hat ihn zu seinem Buch "Im Zauber der Weißen Schlange - Magische Einblicke in ein geheimnisvolles Land" inspiriert (die BZ berichtete). Möglich wurde das auch, weil er verschiedene Preise als Hörer und Monitor von China Radio International in Peking (CRI) eingeheimst hat und so mehrmals nach China eingeladen wurde. Das CRI liebt auch Helmut Matt. Auf der CRI-Homepage ist er überall zu finden. Dabei ist auch ein Bild aus dem Palast des damaligen reichsdeutschen Gouverneurs in der Küstenstadt Qingdao zu sehen. Matt erinnert sich, wie er den Amtssitz des damaligen Chefs der deutschen Kolonie, der heute ein Museum ist, betritt. An der Wand hängt ein Porträt des Revolutionsführers Mao, der hier einmal übernachtet hat. Daneben steht eine mannshohe Standuhr der Schwarzwälder Uhrmacherfirma Junghans. Die hatte sich der deutsche Gouverneur nach Qingdao bringen lassen. Schriftzug und Stil seien immer noch dieselben, vermutet Matt. Da er wenige Kilometer entfernt vom Schramberger Stammsitz von Junghans geboren und selbst ein Fan von Junghans-Uhren ist, stellt er sich neben die Standuhr zeigt den chinesischen Begleitern seine Armbanduhr von Junghans und erklärt ihnen stolz: Alles Wertarbeit aus dem Schwarzwald. Offen bleibt dabei, ob das Prädikat "Wertarbeit" auch auf ihn selbst gemünzt sein soll. Die Chinesen sind begeistert, zücken ihre Kameras und halten den vielsagenden Zufall fest. Offenbar hat das Bild von der Junghans-Uhr nicht nur archivarischen Wert. Denn nach neuesten Nachrichten kann Junghans trotz finanzieller Turbulenzen wohl weiterhin Wertarbeit aus dem Schwarzwald liefern. Auch in den Fernen Osten.

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Autor: Michael Haberer