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11. März 2010

Fechtig: Sparwille im Rat eindeutig

Zehn Gewerke für 2. Bauabschnitt Steinatalhalle vergeben.

  1. Neben dem ehemaligen Rathaus in Untermettingen wurde der Hackschnitzelbunker für die Holzheizung gebaut. Foto: Wilfried Dieckmann

ÜHLINGEN-BIRKENDORF. Den Startschuss zum zweiten Bauabschnitt zur Sanierung der Steinatalhalle gab der Gemeinderat am Montagabend im Rahmen der öffentlichen Sitzung: Für insgesamt zehn Gewerke wurden die Arbeiten vergeben. Die Gesamtkosten summieren sich auf rund 424 000 Euro und liegen somit zehn Prozent unter den geplanten Kosten. Gemäß dem Zeitplan, der aber aufgrund der winterlichen Verhältnisse vermutlich nicht zu halten sein wird, sollte die Maßnahme Ende Juni abgeschlossen sein.

Im Rahmen der energetischen Sanierung der Steinatalhalle in Untermettingen wurde im ehemaligen Rathaus bereits im ersten Bauabschnitt eine Hackschnitzelheizung mit dem dazugehörigen Holzbunker eingebaut. Mit der Gesamtplanung wurde die Architekten-Arbeitsgemeinschaft Ernesto Preiser und Jörg Kaiser beauftragt. Wie Kaiser im Rahmen der öffentlichen Gemeinderatssitzung informierte, konnte der erste Bauabschnitt erfolgreich abgerechnet werden: "Mit Gesamtkosten von 197 796 Euro sind wir trotz Mehraufwand im Kostenrahmen geblieben ", freute sich der Planer. Im Zuge der Bauarbeiten wurde angesichts von Bruchsteinfundamenten am alten Rathaus mit erheblichen Mehrkosten gerechnet. Diese hielten sich aber nach Angaben der Architekten schlussendlich im kalkulierbaren Rahmen.

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Mit Zufriedenheit wurden auch die Ausschreibungen von zehn Gewerken für den zweiten Bauabschnitt präsentiert, die gemäß den ursprünglichen Berechnungen rund zehn Prozent darunter lagen: "Mit diesem Puffer werden wir den Kostenrahmen halten können", betonte Jörg Kaiser. Die Gesamtsumme der Arbeitsvergaben belief sich auf rund 224000 Euro.

Für Diskussionen im Gemeinderat sorgte das Submissionsergebnis für die Maßnahme Fensterbauarbeiten. Als günstigster Bieter zeigte sich die Firma Bernauer aus Brenden, die das Gewerk der ausgeschriebenen Alufenster für 79 086,21 Euro anbot.

Gleichzeitig reichte die Brendener Firma ein Nebenangebot in Alu-Holz Kostruktion ein, das um rund 4000 Euro günstiger ausfiel. Aus Gründen der Einheitlichkeit, weil in der Steinatalhalle alle Fensterelemente bereits aus Alu bestehen, sprachen sich die Architekten auch bei den neuen Fenstern für die Alu-Form aus. Wärmetechnisch würde es zwischen den beiden Material-Varianten jedoch keinen Unterschied geben: "Die Alurahmen sind wärmegedämmt", erläuterte der Planer. Für Gemeinderat Konrad Kalt (SPD) schien die Gleichmäßigkeit nicht entscheidend, er hielt Holz-Alu für die bessere Variante. "4000 Euro Preisdifferenz ist schon ein rechter Betrag", meinte Christoph Wehle (CDU). Zudem sollte man in einer Gemeinde mit viel Wald, so das Argument von Ratsmitglied Peter Meyer (FW), auch dem Produkt Holz den Vorrang geben. Fensterbauer Bernauer erläuterte, dass die Fenstergrößen von 2,8 mal 3,8 Meter in dem Mischwerkstoff kein Problem darstellen. Nur die zweiflügeligen Außentüren müssen nach Angaben des Fachmanns in Alukonstruktion ausgeführt werden. Mit einer Enthaltung sprach sich der Gemeinderat für die Variante Holz-Alu aus, die auch an den Fachbetrieb Bernauer aus Brenden vergeben wurde. "Der Sparwille des Gemeinderates ist eindeutig", so die Kommentierung von Bürgermeister Thomas Fechtig.

Das Gewerk Betonsägearbeiten wurde an die Firma Müllek in Bettmaringen zum günstigsten Angebotspreis von 5348 Euro vergeben.

Die Dachabdichtungsarbeiten werden von der Firma Strittmatter aus Görwihl für 66075,66 Euro ausgeführt. Das höchste Angebot lag hier bei 91775 Euro.
Für das Wärmedämmsystem und die Trockenbauarbeiten hat die Firma Bucher als günstigster Bieter den Zuschlag für insgesamt 50593,48 Euro erhalten.

Gerüstarbeiten werden von der Firma Brunner aus Untermettingen für 5963,94 Euro, die Blitzschutzarbeiten von der Firma Heim aus Eimeldingen für 2689,04 Euro ausgeführt.

Die Elektroarbeiten wurden an die Firma Kropf aus Lauchringen zum Angebotspreis von 19758,40 Euro vergeben. Insgesamt wurden fünf Angebote abgegeben. Die Angebote lagen dicht beieinander, der teuerste Bieter war nur 9,26 Prozent teurer. Weiterhin wurden für 76250,11 Euro die Lüftungsarbeiten an die Firma Rüdtlin aus Schopfheim vergeben. Die Heizungsarbeiten vergab der Gemeinderat an die Firma Meier aus Laufenburg für 21490,06 Euro, die Blechnerarbeiten wird die Firma Schneider aus Waldshut-Tiengen für 6365,29 Euro ausführen.

Autor: Wilfried Dieckmann