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09. März 2010
Feuerwehr rückt nicht nur zum Brandeinsatz aus
Gesamtkommandant Oliver Kraus berichtete von einem ruhigen Einsatzjahr in den acht Abteilungen in Ühlingen-Birkendorf.
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Ehrungen bei der Gesamtfeuerwehr Ühlingen-Birkendorf: Das Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr erhielten Ernst Schumpp (rechts) und Helmut Böhler (zweiter von rechts) Mit dem Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Peter Böhler, Roland Ebner, Michael Albrecht, Klaus Müller, Michael Gampp und Matthias Wehle (von links). Nicht im Bild Herbert Gantert. Foto: Birgit Rüde
ÜHLINGEN-BIRKENDORF (bbr). Schon vor Jahren zeichnete sich ab, was sich bei den Feuerwehren des Landes mittlerweile bewahrheitet: Ihr Einsatzgebiet geht weit über den Brandeinsatz hinaus und besteht bei der Gesamtwehr Ühlingen-Birkendorf zu zwei Dritteln aus technischer Hilfeleistung. Eine gute Ausrüstung und eine noch bessere Ausbildung garantieren den Bewohnern ein Höchstmaß an Sicherheit.
Gesamtkommandant Oliver Kraus berichtete von einem ruhigen Einsatzjahr in den acht Abteilungen mit 153 aktiven Wehrleuten. 16 von 24 Einsätzen waren technische Hilfeleistung vom Unfall bis zum Unwetterschaden. Gleich fünfmal war die neue Wärmebildkamera auswärts, in Bonndorf, Grafenhausen und Waldshut-Tiengen im Einsatz. Eine Gemeindegrenzen überschreitende Zusammenarbeit ist ohnehin die Zukunft der Wehren. Im Rothauser Land bis hin nach Weilheim und Waldshut-Tiengen besteht schon eine gute Zusammenarbeit, die weiter ausgebaut werden wird. Mit der Feuerwehr Waldshut-Tiengen wurde bereits ein Hilfeleistungsvertrag geschlossen, Verhandlungen in dieselbe Richtung laufen auch mit Grafenhausen.
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Die Zusammenarbeit mit der Bergwacht wie auch mit dem DRK und dem Bereichsnotarzt ist ausgezeichnet und wird bei gemeinsamen Proben weiter vertieft. Der Unterstützung durch die Gemeinde kann sich die Feuerwehr auch in finanziell schwierigen Zeiten sicher sein.
Bürgermeister Thomas Fechtig bestätigte die Einsicht, dass "Gefahren von heute nicht mit Mitteln von gestern" zu bewältigen seien. Dabei seien ortsnahe Standorte ebenso unverzichtbar wie sehr gut ausgebildete Wehren. Um diese gute Arbeit aufrecht zu erhalten, habe man in den vergangenen zehn Jahren mehr als zwei Millionen Euro in die Feuerwehren investiert.
Im vergangenen Jahr, so Kraus, konnte mit dem für alle Abteilungen an- geschafften Mannschaftstransportfahrzeug und den neuen Einsatzhosen für alle Atemschutzgeräteträger wieder ein großer Beitrag geleistet werden. Erfreulich auch, dass 35 Aktive an Lehrgängen in der Nähe wie auch an der Landesfeuerwehrschule teilgenommen haben.
Auf die 25 Mitglieder der Jugendfeuerwehr ist man stolz, garantiert sie doch Nachwuchs für die aktiven Wehren. Kreisbrandmeister Thomas Santl gab einen Überblick in Änderungen im Feuerwehrgesetz. Die vielfältigen Aufgaben und die Notwendigkeit, zehn Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort zu sein, seien eine große Herausforderung an Mensch und Ausrüstung. Manfred Rotzinger hob für den Kreisfeuerwehrverband hervor, dass es nicht selbstverständlich sei, über Jahrzehnte hinweg freiwillig und unentgeltlich sich diesen Herausforderungen zu stellen.
Für 25-jährige Zugehörigkeit zur aktiven Wehr konnte Thomas Santl sieben Feuerwehrleute mit dem Ehrenzeichen in Silber auszeichnen: Peter Böhler, Roland Ebner, Michael Albrecht, Herbert Gantert, Michael Gampp, Klaus Müller und Matthias Wehle. Das Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst erhielten Helmut Böhler und Ernst Schumpp.
Autor: bbr
