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15. November 2017

Ja zum Mehrgenerationenpark

Gemeinderat Ühlingen-Birkendorf befürwortet Planentwurf zur Umgestaltung des Kurparks in Ühlingen / Diskussion über Kosten.

  1. Ein Teil der bestehenden Mauer soll für einen breiten Zugang zum künftigen Mehrgenerationenpark entfernt werden. Foto: Wilfried Dieckmann

ÜHLINGEN-BIRKENDORF. Der alte Kurpark in Ühlingen soll neu gestaltet werden. Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Landschaftsplaner Christian Burkhard aus Hohentengen den ersten Planentwurf vor, in den die bisherigen Beratungen des Ortschaftsrates sowie Anregungen aus der Bevölkerung mit eingearbeitet wurden. Die Kosten für die Umgestaltung in einen Mehrgenerationenpark summieren sich auf 225 000 Euro. Fördermittel in Höhe von 60 Prozent stehen zur Verfügung.

Der alte, klassische Kurpark hat ausgedient. In Ühlingen soll aus der bislang ungenutzten Fläche, die sich auf rund 2500 Quadratmeter erstreckt, ein moderner, zeitgemäßer Mehrgenerationenpark entstehen. Und pflegeleicht soll er sein. Landschaftsplaner Christian Burkhard hat dies mit Rasenmäher überfahrbaren Wegen, die im Zick-Zack mit behindertengerechten Steigungen angelegt werden sollen, gelöst. Ein Spielplatz ist nicht vorgesehen, wohl aber einige kleinere Geräte, die sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen genutzt werden können. Verschiedene Sitzgelegenheiten, ein Bouleplatz sowie eine kleine Wasserstelle sollen die sparsame Möblierung abrunden. "Es soll nichts Aufdringliches geschaffen werden, wobei die kleinen Hauptattraktionen im Mittelbereich des Parks angelegt werden", erläuterte Christian Burkhard. Vom bisherigen Baumbestand wird nach Angaben des Gartenplaners bis auf die 180 Jahre alte Rotbuche nahe der Ortsdurchfahrt nicht viel übrigbleiben. Erhalten werden soll auch der sogenannte "Fußballerbrunnen" von Erich Rastätter.

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Schlussendlich soll die kleine Grünanlage für Familien mit Kindern ebenso attraktiv sein, wie für Senioren oder Vereine. Angedacht wurde auch, dass erst zu einem späteren Zeitpunkt Skulpturen oder Kunstwerke aufgestellt werden könnten. Denkbar sei auch die Schaffung eines Themenweges. Um einen barrierefreien Zugang zu schaffen, muss die bestehende Mauer entlang der Landesstraße aufgebrochen und neu modelliert werden. In welchem Umfang dies geschehen soll, kann erst festgestellt werden, wenn die Planungen für den dritten Bauabschnitt der Ortskernsanierung zwischen Schlüchtbrücke und Badstraße abgeschlossen sind.

Grundsätzlich sprach sich das Ratsgremium für die Neugestaltung des alten Kurparks aus. Diskutiert wurde aber auch über die Höhe der Kosten, die sich nach dem derzeitigen Planungsstand auf 225 000 Euro summieren. Ratsmitglied Peter Meyer (FW) könnte sich auch eine Kostendeckelung, wie bei anderen kommunalen Projekten bereits erfolgt, auf 200 000 Euro vorstellen. In den genannten Kosten ist allerdings eine Sanierung der bestehenden Mauer noch nicht enthalten.

Der Gemeinderat hat den Bericht des Planers zur Kenntnis genommen, über eine konkrete Durchführung soll im Rahmen der Haushaltsplanberatungen diskutiert und beschlossen werden.

Autor: Wilfried Dieckmann