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02. Februar 2012

"Kulturhauptstadt in der Gemeinde"

Ortsvorsteher Klaus Preiser lässt bei Bürgerversammlung abgelaufenes Jahr Revue passieren / Ortsnahe Grundschulen erhalten.

  1. Bei der Bürgerversammlung Obermettingen konnte Ortsvorsteher Klaus Preiser Hildegart Brogle für treues Blutspenden auszeichnen. Foto: Rüde

ÜHLINGEN-BIRKENDORF. "Eine gute gemeinschaftsdienliche Infrastruktur, die organisatorischen Rahmenbedingungen in den örtlichen Vereinen und ein tatkräftiger Gemeinschaftsgeist" sind die drei Dinge, die eine funktionierende dörfliche Gemeinschaft braucht. Mit diesen Worten brachte Ortsvorsteher Klaus Preiser in der Bürgerversammlung in Obermettingen auf den Punkt, warum in dem kleinen Ortsteil viel erreicht wurde und warum es so wichtig ist, dass die künftigen Generationen diese Aktivitäten pflegen.

Auch wenn man hier noch viele Wünsche hätte, die aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel nicht realisierbar sind, ist man damit zufrieden, dass der von der Südbadenbus geforderte Buswendeplatz in diesem Jahr realisiert wird, zusammen mit dem Abwasseranschluss am Rastplatz.

In dem von Bürgermeister Thomas Fechtig als "Kulturhauptstadt der Gesamtgemeinde" bezeichneten Ortsteil spielte zunächst das Streichorchester Obermettingen auf und stimmte mit einem "Loriot-Sketch" auf die Bürgerversammlung ein. Der Ortsvorsteher bedankte sich für die Planung des Baugebietes, eine wichtige Grundlage für die Entwicklung Obermettingens, auch für die Planung des Buswendeplatzes und ganz besonders dafür, dass trotz fehlender Mittel zur Sicherheit der Kinder eine Straßenlampe am Buswartehäuschen installiert werden konnte. Die Zusammenarbeit von Polizei und Verwaltung bei Planung und Errichtung des Funkmastes sei sehr gut gewesen. Der Römerweg und der Feldhagweg konnten saniert werden, die Bürger beteiligten sich an der Neueinrichtung des Brunnenplatzes und der Feuerstelle auf dem Rastplatz. Bürger sind es auch, die sich darum kümmern, dass die "Hundeklo-Behälter" entleert werden. Privates Engagement war es auch, das die Seniorentreffen wiederbelebte. Vereinsvorstände bemühten sich, ein gutes und aktives Gemeinschaftsleben zu erhalten. Mit dem Gemeindehaus, das mittlerweile 50 Jahre alt ist und vor fünfzehn Jahren umfassend saniert wurde, habe man einen wichtigen Eckpfeiler in den erforderlichen Rahmenbedingungen.

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Bürgermeister Thomas Fechtig stellte fest, dass es innerhalb der Gemeinden einen großen Wettbewerb gebe. Es dürfe nichts mehr an Infrastruktur wegbrechen, vielmehr müsse man fit sein für die Zukunft und im großen Rahmen denken. Hierzu zähle auch die Ortskernsanierung in Ühlingen, für die man nach der Bewilligung der Zuschüsse neun Jahre Zeit habe. So könne man ein Zentrum schaffen zum Wohle der kommenden Generationen. Vor Jahren habe man zusammen mit Grafenhausen eine wichtige Entscheidung getroffen und den Grundstein gelegt für die Schlüchttal-Schule. Nun müsse man die Weichen stellen für die schulische Zukunft im Oberen Wutachtal. "Optimierung heißt das Schlagwort", weshalb man ein Tourismus Leitbild Rothauser Land in Auftrag gegeben habe.

Die Obermettinger meldeten sich in der Fragestunde zahlreich zu Wort: Probleme gemeinsam im Ort lösen, die Tagesordnung des Ortschaftsrates vorab veröffentlichen, endlich schnellere Internetverbindungen schaffen, den Anschluss bei der Bereitstellung von Bauland nicht verpassen und die ortsnahen Grundschulen erhalten, stehen auf der Wunschliste der Bürger in Obermettingen ganz oben.

Autor: Birgit Rüde