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08. Februar 2012

Spektakulärer Hexensprung zog in Bann

Auftakt des Kleggau-Narrentreffens bei eisiger Kälte / Wagemutige Schlosshexen sind männlich.

ÜHLINGEN-UNTERMETTINGEN. Zum Auftakt des 32. Kleggau-Narrentreffens bei den Wilderern in Untermettingen wurde am Samstagabend die Festmeile bei der Steinatalhalle eröffnet. Auch der spektakuläre Hexensprung der Schlosshexen Tiengen zog zahlreiche interessierte Zuschauer in seinen Bann.

Eine stattliche Besucherschar war gekommen und trotzte der eisigen Kälte, um sich am Samstagabend die weithin bekannte Spezialität der Tiengener Schlosshexen nicht entgehen zu lassen. Auch die beiden Schirmherren des Kleggau-Narrentreffens, Bürgermeister Thomas Fechtig und Pfarrer Thomas Fritz, mischten sich unter die zahlreichen Zuschauer, die das Hexenspektakel aus gebührender Entfernung betrachteten. Im Takt zu dumpfen Trommelschlägen und auf abgesperrtem Areal mar-schierten die schaurig-schön maskierten Hexen mit ihren krummen Besen um die vorbereitete Feuerstelle herum.

Ein Vereinsmitglied brachte dem Publikum mit allerlei Geschichten das schwere Schicksal als Hexe sowie deren zuweilen gruseligen Bräuche näher. Auch über die Zunft der Schlosshexen gab es wissenswerte Details zu erfahren, so zum Beispiel, dass diese auf 27 Mitglieder begrenzt ist, die übrigens durchweg männlich sind. Wie immer bei der Vorführung dieses Spektakels wurden vor allem die Kinder eindringlich davor gewarnt, das keineswegs ungefährliche Springen und Laufen durch die lodernden Flammen womöglich nachahmen zu wollen. Dass dies nicht ganz unbegründet war, zeigte ein kleiner "Hexen-Unfall", bei dem die bereit stehenden Feuerwehrleute einer gestürzten Schlosshexe sofort zu Hilfe eilten. Für ihre tollen Darbietungen wurden die wagemutigen Akteure mit viel Beifall belohnt und freilich durfte auch die immer wieder eindrucksvolle Hexenpyramide nicht fehlen.

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Angebote zum Aufwärmen sowie Speisen und Getränke gab es danach auch in der Steinatalhalle, wo es als Heißgetränk allerdings nur Kaffee gab und die Steigerburschen für musikalische Stimmung sorgten. Die meisten Besucher verweilten jedoch draußen in den beheizten Zelten und Buden auf der Festmeile, wo sich elf Vereine aus Ober- und Untermettingen um das leibliche Wohl ihrer Gäste kümmerten. Neben viel Musik aus der Konserve sorgten hier vor allem einige Guggenmusiken für beste Unterhaltung.

Autor: Chris Seifried