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07. Februar 2012

Spenden für Klinikclowns

Zunftmeisterempfang der Gemeinde beim Kleggau-Narrentreffen / Schirmherren-Duo Thomas F.

  1. Die beiden Schirmherren (von rechts) Bürgermeister T.F und Pfarrer T.F. sowie Grafenhausens Bürgermeister Christian Behringer. Foto: Dieckmann

  2. Zunftmeister Ralf Jehle Foto: Wilfried Dieckmann

  3. Landrat Tilman Bollacher Foto: Wilfried Dieckmann

  4. Vize Johannes Baumgartner Foto: Wilfried Dieckmann

ÜHLINGEN-BIRKENDORF. Zum Kleggauer Narrentreffen gehört natürlich auch ein Zunftmeisterempfang, zu dem die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf in die Steinatalhalle Untermettingen eingeladen hatte. Ralf Jehle, Zunftmeister der "Wilderer" konnte am Sonntagvormittag nicht nur die teilnehmenden Zünfte, sondern auch viel Politprominenz begrüßen. Für musikalische Stimmung im Saal sorgten die "Polkapunks" aus Birkendorf.

Die Laudatio hielt Bürgermeister Thomas Fechtig, der gemeinsam mIt dem katholischen Pfarrer Thomas Fritz die Schirmherrschaft für das 32. Kleggau-Narrentreffen übernahm, nicht nur im Dialekt, sondern auch in gereimter Form. Er bezeichnete es als ein Phänomen, Bürgermeister und Pfarrer gleichzeitig als Schirmherrn zu sehn. Und die "Wilderer" haben sich dabei wohl gedacht, gut ist es, wenn man etwas doppelt macht: "Beim Pfarrer kann man seine Fastnachtssünden vor Ort bereuen, sich unbeschwert uff d Faschtenzeit dann freuen, der Bürgermeister, hofft man, gewährt rechtliche Amnestie, für alle Narre, die am Treffe do sind gsi". Auch sind die Namen der beiden Schirmherren mit zwei Mal Thomas F. fast identisch. Die Schirmherren haben sich die Arbeit aufgeteilt in diesen närrischen Tagen, so muss sich einer allein auch nicht wirklich plagen.

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"Die Rechnung aber, die wird brüderlich geteilt, einmal
Gottes Lohn für die Ewigkeit, in Vorleistung auf Erden, wir
von der Gemeinde wohl alles zahlen werden"

Schirmherr Thomas F.
"So der Pfarrer exakt zu dieser Stund, auf der Kanzel steht, schmettert seine Predigt in der Gläubigen Rund, und ich zu meinem Verdruss, euch halt allein begrüßen muss. Die Rechnung aber, die wird brüderlich geteilt, einmal Gottes Lohn für die Ewigkeit, in Vorleistung auf Erden, wir von der Gemeinde wohl alles zahlen werden". In seiner humorvoll verfassten Laudatio ging Thomas Fechtig nicht nur auf die Namensgleichheit ein, er führte auch die unterschiedlichen Charaktere der beiden Schirmherren ins Feld: "Kirche und Kommune fastnächtlich vereint, ein Rezept, das zukunftsfähig scheint", betonte Schirmherr T.F. und wünschte dem 32. Kleggau-Narrentreffen, das übrigens zum ersten Mal in Untermettingen stattfand, einen guten Verlauf.

Landrat Tilman Bollacher hatte mit dem "blauen Klaus (Danner)" nicht nur das mögliche Verschwinden der Polizeidirektion aus der Kreisstadt, sondern auch die derzeitigen Schutzschirme von Merkel und Sarkozy - man spricht ja bereits vom Team "Merkozy" - närrisch glossiert. Politiker sollten sich in Zukunft warm anziehen: Er empfahl ihnen als gute Einkaufsadresse den Fahrradladen, in dem es nicht nur Flickzeug, sondern auch Rücktrittsbremsen, die derzeit ein wahres Comeback erleben, zu kaufen gibt.

Hans-Peter Weber, Präsident der Kleggau-Narrenvereinigung, freute sich, dass nach einem Jahr der Abstinenz bei den Wilderern in Untermettingen wieder ein Kleggau-Narrentreffen stattfinden konnte. Viele der teilnehmenden Zünfte reihten sich in die Gratulantenschar mit ein. Auf Wunsch der Wilderer hatten sie aber keine Geschenke im Gepäck, sondern überreichten Bargeldspenden zugunsten der "Klinikclowns" der Universitätsklinik in Freiburg. Auch die "Polkapunks" spendeten ihre Gage für den guten Zweck.

Abschließend stellte Zunftmeister Ralf Jehle dem närrischen Auditorium in der Halle die am Narrenumzug teilnehmenden 29 Zünfte vor und bedankte sich bei den beiden Schirmherren für die prompte Übernahme dieser Tätigkeit.

Autor: Wilfried Dieckmann